Ein überwältigender, begeisternder Abend, eine Aufführung, bei der einfach alles stimmte: Zuerst natürlich Verdis Partitur, die eine der großartigsten des Meisters ist, dann die stringente und stimmige szenische Umsetzung und die mitreißende musikalische Interpretation aller Beteiligten – ein packender, bewegender, ja ein grandioser Opernabend. (…)
Kaspar Sannemann, www.oper-aktuell.info
(…) Transparent, rhythmisch, federnd, dramatisch auftrumpfend ohne überproportionierte Fortissimo musizierte das in allen Instrumentalgruppen vortrefflich disponierte Frankfurter Opern- und Museumsorchester „Italiana“ pur. Gastdirigent Stefan Soltesz verstand es, minuziös die multilateralen Klangstrukturen Verdis zu demonstrieren, animierte den prächtig aufspielenden Klangkörper zu dynamischer Spielkultur.
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Ja, und wie immer in Präzision, Plastizität und fein abgestuftem Vokalklang präsentierten sich vortrefflich Chor und Extrachor, von Tilman Michael bestens vorbereitet, und trugen zum besten Gelingen dieser qualitativ-grandiosen, umjubelten Aufführung bei.
Gerhard Hoffmann, www.der-neue-merker.eu
(…) Der zweite Teil (eine Pause vor dem vierten Akt) bringt in mehreren Aspekten noch eine Steigerung, sängerisch wie darstellerisch. Die große Arie des deprimierten Philipp (Andreas Bauer Kanabas) gelang wundervoll, die bedrohliche Szene mit Philipp und dem Großinquisitor (Anthony Robin Schneider) gestalteten die beiden Bässe glaubwürdig, souverän und vielschichtig. (…) Auch Elisabeth von Valois war mit Tamara Wilson gut besetzt und steigerte sich bis zu ihrer vortrefflich gestalteten großen Arie im fünften Akt. Hovhannes Ayvazyan (…) überzeugte mit schönem Timbre und nicht schwülstiger stimmlicher Gestaltung. Audun Iversen sang einen hervorragenden Posa. Stefan Soltesz leitete die Aufführung stringent, im besten Sinne unauffällig und widerstand der Versuchung, das Orchester sinfonisch auftrumpfen zu lassen. Tosender Applaus. (…)
Markus Kuhn, Frankfurter Neue Presse