Warten auf heute
Arnold Schönberg 1874–1951
Frank Martin 1890–1974
VON HEUTE AUF MORGEN
Arnold Schönberg
Oper in einem Akt
Text von Max Blonda (Pseudonym für Gertrud Schönberg)
Uraufführung 1930
BEGLEITMUSIK ZU EINER LICHTSPIELSZENE OP. 34
Arnold Schönberg
Uraufführung 1930
SECHS MONOLOGE AUS »JEDERMANN«
Frank Martin
Liederzyklus für Bariton und Orchester
Text von Hugo von Hofmannsthal
Uraufführung 1949
ERWARTUNG
Arnold Schönberg
Monodram in einem Akt
Text von Marie Pappenheim
Uraufführung 1924
Premiere vom 16. Januar 2022
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
Musikalische Leitung Tim Anderson
VON HEUTE AUF MORGEN
Ehefrau Elizabeth Reiter
Ehemann Sebastian Geyer
Freundin Juanita Lascarro
Sänger Theo Lebow
SECHS MONOLOGE AUS »JEDERMANN«
Jedermann Simon Neal
ERWARTUNG
Eine Frau Anna Gabler
Eine Frau, ein Mann. Die Ehe, der Alltag, das Leben ... Worauf fußt ihr Heute? Was gilt morgen? Und wie blicken sie übermorgen auf ihr gemeinsames Gestern zurück? Anhand dieser Fragen legt Regisseur David Hermann einen Handlungsfaden durch vier Werke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Unter dem Titel Warten auf heute verbindet er Arnold Schönbergs zwölftönigen Einakter Von heute auf morgen, seine Begleitmusik zu einer Lichtspielszene und das expressive Monodram Erwartung mit dem Liederzyklus Sechs Monologe aus »Jedermann« von Frank Martin, einem Verfechter der Tonalität. Auf zutiefst berührende Weise nimmt der Abend die Sollbruchstellen zweier durch die Ehe miteinander verbundener Individuen in den Blick und offenbart auch jene, die sie jeweils in sich tragen. Mit den unterschiedlichen dynamischen und emotionalen Amplituden der Werke atmet Warten auf heute ein Lebensgefühl sicherer Ungewissheit, einen undurchdringlichen, bangen Seelenzustand der Einsamkeit – die Kenngröße eines alten wie neuen Heute?