(…) Der Regisseur Manuel Schmitt, sein Bühnenbildner Bernhard Siegl und der Lichtkünstler Joachim Klein haben an der Oper Frankfurt für Rossinis ernste Oper Tancredi, die 1813 dessen Weltruhm begründete, eine sehr kluge, wohldurchdachte Lösung gefunden. (…)
Jan Brachmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung
(…) Unter der musikalischen Leitung von Giuliano Carella ist es in allererster Linie ein Sängerinnen- und Sängerfest, das sich hier auftut. Mit jungen Kräften aus dem Haus oder dessen nächster Umgebung und in einem so innigen Miteinander, dass es auf den Gesamtkörper Oper Frankfurt zurückstrahlt.
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau
(…) Tancredi ist eine der großen Hosenrollen der Opernliteratur, also eine Rolle, in der üblicherweise eine Mezzosopranistin eine männliche Bühnenfigur spielt, und Ribas gibt eine gesanglich und schauspielerisch großartige Vorstellung. Die beiden Duette von Tancredi und Amenaide sind ein musikalischer Höhepunkt der ganzen Frankfurter Saison, denn auch die italienische Sopranistin Bianca Tognocchi, auch sie Ensemblemitglied, ist eine beeindruckende Amenaide, die den rossinischen Belcanto scheinbar mühelos beherrscht und mit gekonnter Leichtigkeit von den herrschenden Dur-Tonarten in das c-Moll der Gefängnisarie und dann zurück ins Dur wechselt. Sowohl Theo Lebow als Argirio und Kihwan Sim als Orbazzano tragen zum Gelingen der Aufführung bei.
Stefana Sabin, www.faustkultur.de
(…) Der Dirigent Giuliano Carella (…) legt (…) die Mechanik offen, dosiert klug die Geschwindigkeit, setzt Farbtupfer. Und auch später erweist er sich als flexibler Begleiter, der immer den Sängerinnen und Sängern dient, aber klare Tempovorstellungen hat. Und das Frankfurter Museums- und Opernorchester folgt ihm auf den Schlag. Besonders schön gelingen die Vorspiele zu einzelnen Arien, die die Melancholie des Geschehens betonen, und vor allem der Schluss, bei dem nicht nur Tancredi, sondern auch die Musik stirbt. (…)
Bernd Zegowitz, Allgemeine Zeitung Mainz
(…) Die Reaktion des Premierenpublikums am Ende, großer Applaus für Giuliano Carella, für das exquisite, fast kammermusikalisch besetzte Frankfurter Opern- und Museumsorchester und das Ensemble (…).
Christiane Franke, www.klassik.com