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Mehr als 18 Jahre hat Keith Warners Inszenierung von Gioachino Rossinis berühmter Aschenbrödel-Oper nun schon auf dem Buckel, doch die Wiederaufnahme zum Saison­start zeigte, dass seine Frankfurter La Cenerentola inzwischen nichts an Farbe und Temperament eingebüßt hat. Es ist die herzzerreißende Geschichte von dem verstoßenen jungen Mädchen, das mit graziler Aufrichtigkeit und Demut die Zuneigung des begehrten Fürsten findet. Am Ende sind alle ande­ren die Dummen: der tollpatschige Vater und die beiden eingebildeten, eit­len Stiefschwestern. Von Anfang an ist klar, wo in dieser Handlung die Sympa­thien liegen.
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Wenn es so weitergeht auf der Bühne und im Orchestergraben, kann man sich auf die ganze Saison nur freuen.

Matthias Gerhart, Frankfurter Neue Presse

Der erste Liederabend der Spielzeit 2022/23 der Oper Frankfurt war ein künstlerischer Paukenschlag. Die Sopranistin Asmik Grigorian und der Pianist Lukas Geniušas traten mit einem rein russischen Programm auf: Tschaikowski und Rachmaninow. Darf das heutzutage sein? Es muss sogar sein. Erst recht, wenn zwei wie diese beiden Künstler es tun (…).

Andrea Richter, www.faustkultur.de


(…) Es ist ein bisschen unfair, dass der Name Lukas Geniušas auf dem Titel des Programmhefts dünner gedruckt ist als der von Asmik Grigorian: Der Pianist spielt für das Gelingen dieses Liederabends in der Oper Frankfurt – und er ist, so viel vorweg, sehr gelungen – eine fast ebenso wichtige Rolle wie die Sopranistin. Doch Grigorian ist hier der Star, von sensationsfreudigeren Feuilletons als „die neue Netrebko“ gefeiert; ihretwegen ist das Haus voll, noch vor dem Theaterfest zum Saisonauftakt am kommenden Sonntag.
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Asmik Grigorian kann zurückhaltend bleiben, die tiefen Lagen klingen lassen, umso beeindruckender wirken die druckvollen Spitzentöne im Fortissimo. Wie auf der Opernbühne ist sie in den Liedern nicht nur Sängerin, sondern Darstellerin, gibt die Trauernde, die sehnsuchtsvoll Liebende oder auch die naturbegeisterte Wanderin – die kennen auch Tolstoi und Tschaikowski, nicht nur Müller und Schubert. (…)

Volker Schmidt, Frankfurter Rundschau