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Folge 11
Die Kostümbildnerin Raphaela Rose und Regisseur Manuel Schmitt sprechen über »Tancredi«. Jetzt reinhören
In »Maasgefertigt« spricht Kostümdirektor Markus Maas mit seinen Gästen über ihre Lieblingskleidungsstücke, die Arbeit hinter den Kulissen und was es eigentlich bedeutet, Theaterkostüme zu kreieren. In dieser Folge treffen Licht und Regie aufeinander. Die Kachel der Podcast-Folge zeigt das besondere Kleidungsstück von Manuel Schmitt.
Manuel Schmitt
Manuel Schmitt kommt aus Mülheim an der Ruhr. An der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München schloss er sein Regiestudium für Musik- und Sprechtheater mit einer Inszenierung von Philipp Glass' Galileo Galilei ab. Anschließend studierte er Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München. Er ist Stipendiat des Richard Wagner Verbands München und spielt Klavier und Cello. Seine Regiearbeiten führten ihn an renommierte Häuser, wie die Deutsche Oper am Rhein, wo er Boris Blachers Romeo und Julia auf die Bühne brachte, und die Oper Frankfurt, an der er Benjamin Brittens The Prodigal Son und The Burning Fiery Furnace inszenierte. Weitere Stationen seines künstlerischen Schaffens umfassen Verdis Aida am Saarländischen Staatstheater, Die Perlenfischer und Rossinis Otello am Musiktheater im Revier, sowie Die Großherzogin von Gerolstein und das Musical Hedwig and the Angry Inch am Theater Trier. Am Staatstheater Nürnberg inszenierte er McNallys Meisterklasse und die Uraufführung von Alpha – ein Männerabend. Für die Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper brachte er die Uraufführung von Requiem für einen Lebenden auf die Bühne. Er führte Regie bei der deutschsprachigen Produktion des Broadway-Musicals Ghost – Nachricht von Sam und inszenierte Bizets Carmen sowie Mozarts Don Giovanni in der Bibliothek von Alexandria in Ägypten. Für seine Arbeiten wurde er bereits mehrfach im Fachmagazin »Die Deutsche Bühne« in der Kategorie »Bestes Musiktheater« nominiert. Seine Inszenierung des Doppelabends Erwartung / Der Wald schaffte es auf die Shortlist der International Opera Awards in der Rubrik »Rediscovered Work«. Sein Dokumentarfilm Glass Between Us wurde auf internationalen Filmfestivals gezeigt. Für diese Arbeit wurde Manuel Schmitt vom Internationalen Filmmaker Festival Berlin als »best director of a short documentary« ausgezeichnet. Regelmäßig folgt er Einladungen zu Gastdozenturen an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München oder an der Bayerischen Theaterakademie August Everding.
Raphaela Rose
Die gebürtige Frankfurterin Raphaela Rose arbeitet als Kostümbildnerin in den Bereichen Oper und Schauspiel. Ihr Debüt an der Oper Frankfurt gab sie mit Händels Rinaldo in der Inszenierung von Ted Huffman. Mit ihm verbindet sie eine kontinuierliche Zusammenarbeit, u.a. an der Staatsoper Hannover (Denis & Katya, Uraufführung) und De Nationale Opera in Amsterdam, sowie bei Orlando und Die Zauberflöte an der Oper Frankfurt. Weitere Engagements führten sie ans Theater Regensburg und die Opéra National du Rhin in Straßburg mit der Regisseurin Nicola Raab und ans Berliner Ensemble mit Ersan Mondtag. An der Oper Frankfurt gestaltete sie die Kostüme für Faurés Pénélope, Rossinis La gazzetta, Donizettis Don Pasquale sowie Mercadantes Francesca da Rimini (Koproduktion mit den Tiroler Festspielen Erl) und zuletzt für Tannhäuser (Regie: Matthew Wild, »Aufführung des Jahres 2024«, Opernwelt) und Partenope (Regie: Julia Burbach). Ihre letzten Arbeiten vor Tancredi waren der Barbier von Sevilla an der Oper Bonn (Regie Matthew Wild) und La Bohème in Krefeld mit dem Faustpreisträger Dennis Krauß. Vor ihrem Modedesignstudium an der Fachhochschule Trier assistierte Raphaela Rose im Bereich Mode und Set Design in New York. 2011 nahm sie als Gewinnerin des Hessischen Preises für Nachhaltigkeit an der Ethical Fashionshow in Paris teil. Nach dem Studium absolvierte sie die Gesellenprüfung zur Maßschneiderin für Damen und stellte bereits im Rahmen der Berlin Fashion Week aus. Am Schauspiel Frankfurt schuf sie die Kostüme u.a. für Oliver Reeses Inszenierung von Der zerbrochene Krug und Terror, sowie für Alexander Eisenach, Jürgen Kruse und Dave St. Pierre für Macbeth.
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FOLGE 10
Kostümbildnerin Marlen Duken und Beleuchtungsdesigner Joachim Klein sprechen mit Kostümdirektor Markus Maas über »Punch and Judy« an der Oper Frankfurt. Jetzt reinhören!
Marlen Duken
Marlen Duken, geboren 1994 in Leer (Ostfriesland), studierte Bühnengestaltung an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Bernhard Kleber und schloss mit Auszeichnung ab. Zuvor absolvierte sie ein Kostümdesign-Studium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg unter Reinhard von der Thannen und eine Ausbildung zur Maßschneiderin. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und ist Stipendiatin der Akademie Musiktheater Heute.
Erste Erfahrungen sammelte sie z.B. bei Pique Dame unter der Regie von Hans Neuenfels bei den Salzburger Festspielen. Eigene Kostümbilder entwarf sie für Zwiegespräch am Burgtheater Wien (eingeladen zum Theatertreffen 2023), Elektra am Berliner Ensemble (nominiert für Kostümbild des Jahres in der Kritiker:innenumfrage der Theater heute 2021) und Medea auf Kampnagel (Regie: Rieke Süßkow). Für Die Puppe im Rahmen von Wien Modern gestaltete sie Bühnen- und Kostümbild in Zusammenarbeit mit dem sirene Operntheater (Regie: Kristine Tornquist). Als Teil des Kollektivs hallimasch komplex, dessen Arbeiten auf internationalen Festivals gezeigt werden, entwarf sie die Ausstattung der partizipativen Produktion mushed rooms (Schauspielhaus Wien).
Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf einer naiv-verspielten Farb- und Formensprache, die durch Zuspitzung und Ästhetisierung das Wesen einer Figur oder eines Stoffes freilegt – eine Suche nach Wahrheit im Künstlichen.
Joachim Klein
Joachim Klein wurde am 21. August 1963 in Frankfurt am Main geboren und wuchs am Merianplatz auf, wo seine Eltern eine Metzgerei betrieben. Nach dem Abschluss der Mittleren Reife an der Bornheimer Realschule begann er 1980 eine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker bei der Siemens AG, die er 1984 erfolgreich abschloss.
Im Anschluss an seinen Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz trat er 1985 als Betriebstechniker in die Alte Oper Frankfurt ein. Dort entdeckte er seine Leidenschaft für Lichttechnik und spezialisierte sich darauf: 1991 legte er die Prüfung zum Beleuchtungsmeister ab, 1993 folgte die Qualifikation zum Bühnenmeister. Praktische Erfahrungen sammelte er unter anderem als Beleuchter bei den Bayreuther Festspielen im Sommer 1994.
Seit Februar 1994 ist Joachim Klein an den Städtischen Bühnen Frankfurt tätig, zunächst als Beleuchtungsmeister der Oper. In dieser Zeit entwickelte er seine ersten eigenen Lichtdesigns. 1999 erwarb er den Meistertitel für Veranstaltungstechnik und übernahm von September 1999 bis 2015 die Aufgabe des Ausbildungsbeauftragten für die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik, die er am Haus aufbaute und etablierte.
Seit 2013 leitet er die Beleuchtungsabteilung der Oper Frankfurt und wirkt als Beleuchtungsdesigner an zahlreichen Produktionen mit. Darüber hinaus gastiert er seit vielen Jahren an Opernhäusern im In- und Ausland und erweitert durch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Teams kontinuierlich seine fachliche Erfahrung.
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FOLGE 9
Kostümbildner Josa Marx und Dramaturgin Katja Herlemann sprechen mit Kostümdirektor Markus Maas über »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« am Schauspiel . Jetzt reinhören!
Josa Marx
Josa Marx absolvierte zwischen 2005 und 2008 unter der Leitung von Elise Topell seine Ausbildung zum Damenmaßschneider, um anschließend als Praktikant bei Vivienne Westwood in London zu arbeiten. Es folgte das Studium des Kostümbildes an der Universität der Künste in Berlin. Seit 2004 ist er als freier Kostüm- und Bühnenbildner tätig, u. a. am Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Leipzig, Schauspielhaus Wien, Schauspiel Köln, Oper Flandern, Oper Freiburg, Staatsoper Hannover, Maxim-Gorki-Theater, Berlin, Berliner Ensemble, Nationaltheater Mannheim, Schauspiel Frankfurt, Opera National de Lorraine. 2020 erhielt er für sein Kostüm in der Produktion »Der Schmied von Gent« den Opera Award. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit den RegisseurInnen Ersan Mondtag, Charlotte Sprenger, Wilke Weermann und Christian Weise.
Katja Herlemann
Katja Herlemann ist Dramaturgin und Kuratorin. Sie begann ihre Laufbahn in der flämischen Performing Arts Szene und arbeitete an den Goethe-Instituten in München und Prag. Von 2013 bis 2016 verantwortete sie das internationale Festival Heidelberger Stückemarkt als Produktionsleiterin und künstlerische Mitarbeiterin. Von 2016 – 2019 war sie als Dramaturgin und Kuratorin der Sparte Gegenwartsdramatik am Schauspiel Leipzig engagiert. Sie war Dramaturgin bei »Süßer Vogel Jugend« (Regie Claudia Bauer), das 2020 zum Berliner Theatertreffen eingeladen war. Seit 2019 ist sie Dramaturgin am Schauspiel Frankfurt und setzt dort ihre Zusammenarbeit mit Claudia Bauer fort. Sie arbeitet außerdem mit Regisseur:innen wie Rieke Süßkow, Dor Aloni, Bonn Park und Christian Weise. 2022 war sie Ko-Leiterin der 11. Ausgabe des Festivals »Politik im Freien Theater«.