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Maskerade

Carl Nielsen 1865–1931

Komische Oper in drei Akten
Text Vilhelm Andersen nach der Komödie (1724) von Ludvig Holberg
Neue deutsche Fassung von Martin G. Berger auf der Grundlage der Linearübersetzung von Hans-Erich Heller
Mit freundlicher Unterstützung der Königlich-dänischen Botschaft

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen aktuell nur als Video (verfügbar kurz vor der Premiere hier und auf YouTube)

Musikalische Leitung Titus Engel

Jeronimus, ein Bürger Kopenhagens Alfred Reiter
Magdelone, seine Frau Susan Bullock
Leander, ihr Sohn Michael Porter
Henrik, Leanders Kammerdiener Liviu Holender
Arv, Jeoronimus' Diener Samuel Levine
Leonard, aus Slagelse Michael McCown
Leonora, seine Tochter Monika Buczkowska
Pernille, Leonoras Zofe Barbara Zechmeister
Ein Nachtwächter / Der Festordner Božidar Smiljanić
Ein Maskenverkäufer  Danylo Matviienko
Ein Magister Gabriel Rollinson°

°Mitglied des Opernstudios

Dem reichen Großbürger Jeronimus ist die neue Mode der Maskenbälle suspekt: Da geraten die Identitäten ins Schwimmen, und die alte Ordnung droht zu verfallen. Sein Sohn Leander hat sich jedoch auf einer solchen Maskerade in eine unbekannte Schöne verliebt, und diese in ihn. Nun weigert er sich, den Plänen seines Vaters zu entsprechen und Leonora, die Tochter von Jeronimus’ Geschäftsfreund Leonhard, zu heiraten. Insgeheim erliegt Leonhard der Verführungskraft der Maskerade ebenso wie Jeronimus‘ Frau Magdelone, der er auf dem Ball inkognito näherkommt. An der Seite von Leander ist sein Diener, der gewitzte Henrik. Er weiß mit jeder Lebenslage umzugehen und intrigiert geschickt für seinen Herrn. Am Ende stellt sich nach turbulenten Verwicklungen heraus, dass die Leander vom Vater zur Braut bestimmte Leonora eben die unbekannte Schöne vom Maskenball ist, der er ewige Liebe geschworen hat.

Carl Nielsens komische Oper fußt auf einer Komödie des dänischen Molière Ludvig Holberg von 1724. Maskerade gilt als dänische Nationaloper, ist jedoch außerhalb Dänemarks eine Rarität. Die Partitur verbindet Volksliedhaftes mit Mozart’scher Leichtigkeit, schwelgerischen romantischen Kantilenen und energiegeladenen Tänzen. Der Orchestersatz ist hochvirtuos und voller harmonischer und kontrapunktischer Überraschungen. Für die Neuinszenierung haben wir bei dem Übersetzer und Regisseur Martin G. Berger eine neue deutsche Versfassung in Auftrag gegeben, fußend auf einer Linearübersetzung von Hans-Erich Heller. Sie überträgt die überbordende Reimflut des dänischen Librettos von 1906 in eine heutige, jedoch nicht platt aktualisierende Sprache und bringt den Sprachwitz und die Situationskomik zum Blühen.

Mit freundlicher Unterstützung