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Rigoletto

Giuseppe Verdi 1813-1901


Oper in drei Akten / UA 1851
Text von Francesco Maria Piave nach Victor Hugo.

Premiere vom 19. März 2017

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer.
Die Vorstellung am 24. Januar findet im Rahmen von Oper für Familien statt.

Musikalische Leitung Pier Giorgio Morandi

Rigoletto Christopher Maltman (24., 26., 30. 1. / 2. 2.) / Franco Vassallo (6.2., 8.2., 16.2., 21.2.)
Gilda Bianca Tognocchi (24., 26.1.) Florina Ilie° (30.1., 2., 16., 21.2.)/ Alina Adamski (6.2., 8.2.) /
Herzog von Mantua Gerard Schneider
Sparafucile Barnaby Rea (24., 26.1.) / Kihwan Sim (30.1., 2.2., 6.2., 8.2.) / Anthony Robin Schneider ( 16.2., 21.2.)
Maddalena Tanja Ariane Baumgartner / Judita Nagyová (6.2., 8.2., 16.2., 21.2.)
Giovanna Kelsey Lauritano°
Graf von Monterone Magnús Baldvinsson
Marullo  Iain MacNeil / Liviu Holender (6.2., 8.2., 16.2., 21.2.)
Borsa Theo Lebow
Graf von Ceprano Pilgoo Kang / Iain MacNeil (6.2., 8.2., 16.2., 21.2.)
Gräfin von Ceprano /Page Karolina Makuła

°Mitglied des Opernstudios

(…) Christopher Maltman, ge­schmeidiger Bariton, gibt dieser Inszenierung in der Titelrolle ein besonderes Gepräge, einen leuch­tenden Stern, nicht nur in der großformatigen Abschiedsszene des dritten Aktes. Zum ersten Mal erlebte man die an der Leipziger Oper beheimatete Bianca Tognocchi in der Rolle der Gilda. Sie ist ei­ne zierliche Person, wie gemacht für diese Schlüsselpartie der Handlung. Das passende Selbstbe­wusstsein bringt der australische Tenor Gerard Schneider für die Rolle des Herzogs mit. Geradezu überschäumendes Temperament beseelt ihn bei der berühmten Canzone in der Schänke. Barnaby Rea wurde den hohen darstellerischen Ansprüchen seiner Rolle als Finsterling Sparafucile in überzeugender Weise gerecht, und Tanja Ariane Baumgartner zeigte als Maddalena wieder ein­mal, wie glücklich sich die Frank­furter Oper über ein solches Ensemblemitglied schätzen darf.
Die Jubelstürme ließen am En­de nicht lange auf sich warten – verdienten Beifall konnte dabei auch Maestro Pier Giorgio Morandi entgegennehmen, der das Opern- und Museumsorchester besonders gut in Schuss gebracht hatte.

Matthias Gerhart, Frankfurter Neue Presse


(…) Das Orchester kann unter der Leitung von Pier Giorgio Morandi an seine außerordentliche Premierenleistung anknüpfen und präsentiert einen saft- und kraftvollen Verdisound. Die Rhythmen federn, die dunkle Färbung der Partitur ergießt sich wie schwarze Tinte über die Szene. Das Burleske wirkt immer auch gefährdet, bedrohlich, doppelbödig. Diese Orchesterleistung bereitet ungetrübte Freude. (…)

Michael Demel, www.deropernfreund.de

Verdi gelang der Durchbruch als erfolgreicher Opernkomponist mit seiner düstersten, tragischsten Oper: Der Herzog beherrscht rücksichtlos eine Gesellschaft, von deren Rand aus Rigoletto als sein Hofnarr Gift in die verwundeten Seelen gießt. Mehr noch: Er glaubt die anderen manipulieren zu können. Seine Tochter Gilda hält er wie einen heiligen Schatz gefangen, damit sie nicht der Habgier des Herzogs zum Opfer fällt. Doch Gilda nutzt die erstbeste Gelegenheit zur Flucht, fatalerweise in die Arme des Herzogs. Das Regieteam zeigt in seiner Inszenierung ausschließlich gewalttätige, egoistische Menschen, deren Glaube an eine höhere gute Macht so verkommen ist wie die rostige Kathedrale, in der die Handlung spielt.

Mit freundlicher Unterstützung