Spielplan

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Alcina

Georg Friedrich Händel 1685–1759

Oper in drei Akten
Text von einem unbekannten Bearbeiter nach Antonio Fanzaglia und Ludovico Ariosto
Uraufführung 1735

Premiere vom 15. Juni 2025

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt. Weitere spannende Inhalte zur Produktion finden Sie im Opernappetizer auf unserem Blog.

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Musikalische Leitung Julia Jones

Alcina Monika Buczkowska-Ward
Ruggiero Elmar Hauser
Bradamante Katharina Magiera
Morgana Younji Yi°
Oberto Karolina Bengtsson
Oronte Michael Porter
Melisso Erik van Heyningen

°Mitglied des Opernstudios

Auf Alcinas Zauberinsel, einem Ort ohne gesellschaftliche Normen, treffen sich die Figuren in Händels Oper. Sie erleben dort Extremsituationen, echte und manipulierte Gefühle. Alcina werden magische Kräfte nachgesagt: Sie verwandele ihre Liebhaber in Tiere, Quellen und Gestein. Doch ihre Magie schwindet, als sie sich in Ruggiero verliebt. Er verirrt sich in Alcinas Reich und erliegt ihrer Verführung. Auch ihm würde das Schicksal seiner Vorgänger drohen, die Insel nie wieder zu verlassen, wäre da nicht seine Verlobte Bradamante, die ihn zu retten und die Macht Alcinas zu zerstören versucht. Ein Liebeskarussell kommt in Fahrt. Zum Schluss steht Alcina verliebt, verletzt und allein da. Sie schaut zu, wie Ruggieros Abweisung die Insel zerstört und ihr Reich untergeht. Händel porträtiert in einem seiner besten Werke für das Musiktheater widersprüchliche Charaktere, unglücklich verliebte und suchende Menschen, ohne Urteile über sie zu fällen. Sein humanistisches Menschenbild prägt auch diese Oper, die Begriffe wie Magie und Verführung in einem vielschichtigen Kontext neu definiert. Die Inszenierung von Johannes Erath vermittelt sowohl die Schönheit als auch die hypnotische Faszination der Zauberinsel als innere Welt, in die man eintaucht. Sie ist ein Kosmos der Möglichkeiten mit ungelebten Sehnsüchten und Verstrickungen. Alcina steht dabei für die Fähigkeit, die Welt auf eine sinnliche Art anders wahrzunehmen, als sie in der Realität wirkt.