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Rodelinda, regina de' Longobardi

Georg Friedrich Händel 1685-1759

Dramma per musica in drei Akten

Text von Nicola Francesco Haym nach der Tragödie Pertharite, roi des Lombards (1652) von Pierre Corneille
Uraufführung am 13. Februar 1725, King’s Theatre Haymarket, London
Koproduktion mit dem Teatro Real, Madrid, der Opéra de Lyon und dem Gran Teatre del Liceu, Barcelona

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

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Musikalische Leitung Andrea Marcon
Rodelinda Lucy Crowe
Bertarido Andreas Scholl
Grimoaldo Martin Mitterrutzner
Eduige Katharina Magiera
Unulfo Jakub Józef Orliński
Garibaldo Božidar Smiljanić
Flavio Fabián Augusto Goméz

Eine düstere Familiengeschichte sorgt für Hochspannung: Im Streit um die Thronfolge hat Bertarido den eigenen Bruder getötet, musste jedoch aus Mailand fliehen, als dessen übermächtiger Verbündeter Grimoaldo anrückte. Seine Frau Rodelinda und den Sohn ließ er zurück. Aus dem Exil streut er das Gerücht von seinem Tod. Grimoaldo, ursprünglich mit Bertaridos Schwester Eduige verlobt, wirbt um Rodelinda. Doch die Königin will Bertarido über den Tod hinaus die Treue halten. Grimoaldos durchtriebener Bundesgenosse Garibaldo schreckt nicht davor zurück, ihren Sohn Flavio als Geisel zu nehmen. Als Bertarido inkognito nach Mailand zurückkehrt, um Frau und Kind zu retten, muss er mitansehen, wie Rodelinda auf Grimoaldos Antrag eingeht – jedoch nur zum Schein. Am Ende ist es Bertarido, der Grimoaldo vor einem Anschlag des eigenen Verbündeten Garibaldo bewahrt. Grimoaldo setzt ihn wieder in seine Rechte als König an der Seite von Rodelinda ein und kehrt zu Eduige zurück.

Rodelinda, regina de‘ Longobardi entstand während der zweiten Opernunternehmung Georg Friedrich Händels in London. Ab 1720 gelangte die italienische Opera seria hier mit Gesangsstars zur Blüte; neben Rodelinda entstanden weitere Meisterwerke wie Giulio Cesare in Egitto und Tamerlano. Besonders inspirierend war für Händel die Zusammenarbeit mit dem Librettisten Nicola Francesco Haym, einem gewieften Theaterpraktiker, selbst Musiker und geschickt beim Umarbeiten vorhandener Operntexte. In diesem Fall diente ein Vorgängerwerk von Antonino Salvi als Vorlage. Er hatte Corneilles Tragödie von 1652 bereits 1710 in ein Libretto gegossen. Corneille verarbeitete wiederum historische Ereignisse, wie sie in einer Langobarden-Chronik des 7. Jahrhunderts geschildert werden. Die Zeichnung der drei Hauptcharaktere erreicht bei Händel und Haym eine ungewöhnliche psychologische Stringenz. Ungewöhnlich ist auch die stumme Rolle des Kindes Flavio, dem szenisch eine wichtige Funktion zukommt. Erzählt man die Handlung aus dessen Perspektive, wie es Claus Guth in seiner 2017 am Teatro Real in Madrid entstandenen Inszenierung vornahm, verdichten sich die Machtspiele und Liebesintrigen um seine Eltern, seine Tante und die fremden Eindringlinge im Königshaus zu einem fesselnden, alptraumartigen Geschehen.

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Sonntag
12. Mai 2019
Beginn
18.00 Uhr
Dauer
ca. 3 1/2 Std. inkl. 1 Pause
Ort
Opernhaus
Preise
P

Besetzung

Musikalische Leitung
Andrea Marcon
Regie
Claus Guth
Szenische Einstudierung
Axel Weidauer
Bühnenbild und Kostüme
Christian Schmidt
Video
Andi A. Müller
Licht
Joachim Klein
Choreografie
Ramses Sigl
Dramaturgie
Konrad Kuhn
Rodelinda
Lucy Crowe
Bertarido
Andreas Scholl
Grimoaldo
Martin Mitterrutzner
Eduige
Katharina Magiera
Unulfo
Jakub Józef Orliński
Garibaldo
Božidar Smiljanić
Flavio
Fabián Augusto Gómez Bohórquez
Maskenfiguren
Gal Fefferman / Evie Poaros / Manuel Gaubatz / Volodymyr Mykhatskyi / Michael Schmieder / Markus Gläser

Frankfurter Opern- und Museumsorchester