Spielplan

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Oedipus Rex / Iolanta

Igor Strawinsky 1882-1971
Peter I. Tschaikowski 1840–1893

Oedipus Rex

Opernoratorium in zwei Akten
Text von Jean Cocteau nach der gleichnamigen Tragödie  (429 —425 v. Chr) von Sophokles
Konzertante Uraufführung 1927, Théâtre Sarah Bernhardt, Paris
Revidierte Fassung (1948)
In lateinischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Iolanta

Lyrische Oper in einem Akt
Text von Modest I. Tschaikowski nach dem Drama Kong Renés Datter (1845) von Henrik Hertz
Uraufführung 1892, Mariinski-Theater, St. Petersburg
In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere vom 28. Oktober 2018
Einführungen aktuell nur als Video

Musikalische Leitung Valentin Uryupin

OEDIPUS REX

Ödipus Eric Laporte
Jokaste Katharina Magiera
Kreon Nicholas Brownlee
Teiresias Andreas Bauer Kanabas / Pilgoo Kang ( 7.10., 10.10., 17.10.)
Der Hirte Brian Michael Moore
Der Bote Sebastian Geyer

IOLANTA

Iolanta Corinne Winters
König René Andreas Bauer Kanabas / Robert Pomakov (7.10., 10.10.)
Graf Vaudémont Gerard Schneider
Robert Mikołaj Trąbka
Ibn-Hakia Anthony Robin Schneider
Martha Marvic Monreal°
Brigitta Juanita Lascarro
Laura Bianca Andrew
Bertrand Magnús Baldvinsson
Almeric Carlos Cárdenas

°Mitglied des Opernstudios

(…) Die Wiederaufnahme bietet insgesamt pralles, abwechslungsreiches und durchaus zu Kontroversen anregendes Musiktheater mit vorzüglichen Gesangsleistungen. Gerade eine Rarität wie die Iolanta sollte man sich in einer solch vorzüglichen Besetzung nicht entgehen lassen.

Michael Demel, www.deropernfreund.de

Oedipus – ein König, der inmitten gesellschaftlicher Krisenzeiten erkennen muss, dass er jahrelang blind war für die Wahrheit: Er hat seinen Vater getötet und die eigene Mutter zur Frau genommen. Iolanta – eine blinde Königstochter, die auf Wunsch ihres Vaters nichts von ihrer Beeinträchtigung weiß, durch die Liebe Erkenntnis und schließlich ihr Sehvermögen gewinnt. Der Wahrheit ins Auge zu blicken, geht für beide Protagonisten mit dem Aufbrechen von verkapselten Ängsten und in seelischen Tiefen Verborgenem einher, kann die Katastrophe bedeuten … Igor Strawinskys gemeinsam mit Jean Cocteau entwickeltes Opernoratorium Oedipus Rex aus den 20er Jahren offenbart die Abstraktion eines Stilllebens: ein archaischer Stoff in lateinischer Sprache neoklassizistisch bearbeitet, monumental, ohne tonmalerisch zu sein. Schicksalhaft pulsierende Rhythmen verbinden sich mit Harmonien, die sowohl das Mittelalter, russisch-orthodoxe Kirchenmusik und russische Volksmusik als die Klassik und Jazz anklingen lassen. Tschaikowskis letzte Oper Iolanta, 1892 uraufgeführt, erzählt die märchenhafte Geschichte eines Erkenntnisprozesses in einer plastischen musikalischen Sprache, die in den buntesten Klangfarben schillern kann. Hinter der Kurzform des Einakters verbirgt sich eine große romantische Oper.