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Idomeneo

Wolfgang Amadeus Mozart 1756-1791


Dramma per musica in drei Akten / UA 1781
Text von Giambattista Varesco.

Premiere vom 17. März 2013

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer.

Musikalische Leitung Rasmus Baumann

Idomeneo Attilio Glaser
Idamante Cecelia Hall
Ilia Florina Ilie°
Elektra Ambur Braid
Arbace Michael Porter
Oberpriester des Neptun Michael McCown
Die Stimme Anthony Robin Schneider  / Kihwan Sim (31.08.)
Neptun Volodymyr Mykhatskyi

°Mitglied des Opernstudios

(…) Vieles hörte sich bei der Wieder­aufnahme an wie aus einem Guss: das von Rasmus Baumann mit viel Leidenschaft geleitete Opern- und Museumsorchester, Attilio Glaser in der Titelrolle und Cecelia Hall in der Hosenrolle des Sohnes Idamante. Ihm zur Seite Florina Ilie als Ilia. Das in gutem Gleichge­wicht agierende Ensemble vervoll­ständigen Ambur Braid (Elektra), Michael Porter (Arbace, Vertrauter des Königs), Michael McCown (Oberpriester) und Volodymyr Mykhatskyi als am Ende besänftig­ter und auf Ausgleich bedachter Neptun. Zahlreiche kraftvolle Auf­tritte hatte der Chor. Das von Til­man Michael geleitete Ensemble zeichnete sich durch Nuancenreichtum und klangliche Vielseitig­keit aus.

Matthias Gerhart, Frankfurter Neue Presse

Ein Vater kehrt nach zehn Jahren im Krieg heim und begegnet seinem erwachsen gewordenen Sohn wieder. Eigentlich müsste in Mozarts Lieblingsoper der König Idomeneo seinen eigenen Sohn Idamante opfern, um den Meeresgott Neptun zu besänftigen. Doch davor schreckt er zurück, und das Schicksal will es, dass sie zu Rivalen um den Thron und dieselbe Frau, die gefangene trojanische Königstochter Ilia, werden. Von einem zwiespältigen Menschendbild sind die Figuren in Idomeneo geprägt. Sie sind emotionalen Wechselbädern ausgesetzt und bewegen sich in existentiellen Grenzsituationen. Übermächte sind im Spiel. Sie zwingen den Herrscher zu Gunsten seines Sohnes abzudanken. Mozarts Partitur brodelt geradezu vor Einfällen; Takt für Takt führt er neue Farben, Facetten oder neue Charakterzüge ein. Die Inszenierung von Jan Philipp Gloger zeigt einen Idomeneo, der mit seinen eigenen Abgründen kämpft. Ausgehend von einer Situation der traumatisierten Kriegsversehrten zeigt er das kretische Kydonia als eine heutige Stadt, in der Idomeneos Angstregime herrscht und in der jegliches menschliche Gefühl unterdrückt wird.