Spielplan

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Amor vien dal destino

Agostino Steffani 1654–1728

Oper in drei Akten
Text von Ortensio Mauro nach Vergil
Uraufführung 1709, Hofoper, Düsseldorf

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt. Weitere spannende Inhalte zur Produktion finden Sie im Opernappetizer auf unserem Blog.

Am 21., 24. Februar und 3. März veranstaltet das Dommuseum Frankfurt Sonderführungen durch den Dom, wo Agostino Steffani beerdigt ist.

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Musikalische Leitung Václav Luks

Lavinia Margherita Maria Sala
Enea Michael Porter
Turno Karolina Makuła
Giuturna / Venere Daniela Zib°
Latino Thomas Faulkner
Giove / Coralto Constantin Zimmermann
Corebo / Fauno Pete Thanapat
Nicea Theo Lebow / Jorge Navarro Colorado  (musikalisch), Max Koch (szenisch 20.2.)

°Mitglied des Opernstudios

(…) Wo das Ensemble auf 99 Prozent kommt, schafft [Dirigent] Václav Luks die 101 Prozent. Mit zahlreichen Gästen in der Continuo-Gruppe, im Schlagwerk und in den Holzbläsern sorgen das barockaffine Frankfurter Opern- und Museumsorchester und er an der Spitze für eine kleine Steffani-Erweckung. Die Entdeckerfreude und Liebe zur tiefsinnigen Gestaltung ist Luks, der wie ein Feinmechaniker an jedem seiner Instrumente schraubt, dreht und zieht, schlicht nicht abzuerkennen. Freilich ist dieses genaustens getaktete orchestrale Uhrwerk die größte Sensation dieses Abends – auf den sich ein geduldiges und aufmerksames Premierenpublikum vollends eingelassen hat. Und belohnt wurde.

Patrick Erb, www.concerti.de


(…) Von großem Witz und auch ausgezeichnet vorbereitet sind die Begegnungen von Aeneas’ Diener Corebo und Lavinias Dienerin Nicea: der Bariton Pete Thanapat und der Tenor Theo Lebow, die umeinander herumgockeln und -turteln. [Regisseur R.B.] Schlather zeigt, wie man auf der Grenze zwischen einem gemeinsamen Riesenspaß und einer Lächerlichmachung ohne jeden Verzicht auf der Riesenspaß-Seite bleiben kann. Das ist ein menschenliebender Abend.
(…)

Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau


(…) Auf der Opernspielwiese haben alle Spielarten von Liebe Platz und die Zuschauenden haben ihre Freude daran. Warum Steffani ausgerechnet in Frankfurt begraben liegt? Er starb hier 1728 zufällig – auf der Durchreise!

Bernd Zegowitz, Darmstädter Echo


(…) Stimmen und Orchester greifen sehr gut ineinander. Für das Ensemble, das geschlossen auf einem sehr hohen Niveau agiert, ist es nicht unbedingt ein Stück zum Strahlen. Margherita Maria Sala begeistert vielmehr mit einem dunkel getönten, sehr geschmeidigen Alt. Ihr gehören die persönlichsten Momente des Abends. Karolina Makuła gibt im Kontrast dazu einen expressiven und spielfreudigen Turno. Michael Porter singt Enea mit tenoraler Power. Die Raffinesse aber steckt oft in den Duetten. „Warum liebst du mich eigentlich?“, fragt Lavinia Turnus – und da sind sie wieder, die ganz normalen Beziehungsfragen, auf die der Überrumpelte nichts so recht zu erwidern weiß.

Jesper Klein, Rhein-Neckar-Zeitung


(…) Das Bühnengeschehen changiert ausgesprochen unterhaltsam zwischen Leidenschaft, Sinnlichkeit und Humor. (…)

Silvia Adler, Opernwelt

Schon einmal führten die Wege von Agostino Steffani nach Frankfurt. Hier starb der Komponist 1728 auf der Durchreise nach Italien und fand im Kaiserdom seine letzte Ruhestätte. Fast 300 Jahre später erklingt im Frankfurter Opernhaus erstmals die Musik jenes Künstlers, der auch als Diplomat und hoher geistlicher Würdenträger Karriere gemacht hatte. Amor vien dal destino entstand neben sieben weiteren Opern in den 1690er Jahren für das neue Theater im Hannover’schen Leineschloss, wo der Venezianer Steffani im Dienst des Kurfürsten Ernst August als Hofkapellmeister tätig war. Uraufgeführt wurde das Werk allerdings erst 1709 in Düsseldorf.

In kontrastierenden Arien, Rezitativen und Duetten sowie einer außergewöhnlichen instrumentalen und vokalen Farbigkeit erzählen Steffani und sein Librettist jene Aeneis-Episode, in der Aeneas und Turnus um die schöne Lavinia kämpfen. Durch die versprochene Heirat mit Turnus soll sie ihren Vater Latinus retten. Doch Amor hat ihr längst das Traumbild des Aeneas ins Herz gepflanzt … Nach einigen Irrungen und Wirrungen, die der Komponist mal reich verziert, mal überaus lyrisch oder auch derb komödiantisch gestaltet, finden Lavinia und Aeneas endlich zusammen. Gegen Amors Macht ist eben kein Kraut gewachsen.

Zeitgenossen schätzten vor allem Steffanis Kammerduette. Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel ließen sich von seiner Musik beeinflussen. Mit Gottfried Wilhelm Leibniz und Königin Sophie Charlotte von Preußen unterhielt er regen Schriftverkehr und er vermittelte gar im Streit zwischen Kaiser Joseph I. und Papst Clemens XI., woraufhin er zum Gesandten des Heiligen Stuhls ernannt wurde. Während die Krimiautorin Donna Leon seiner bewegten Biografie 2012 einen Roman widmete, brachte Cecilia Bartoli fast zeitgleich seine Musik in mehreren Aufnahmen wieder zum Leuchten.

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Freitag
30. Januar 2026
Beginn
19.00 Uhr
Dauer
ca. 3 ¾ Std. inkl. 1 Pause nach 1¾ Std.
Ort
Opernhaus
Abonnement
Serie 2
Preise
S2

Besetzung

Musikalische Leitung
Václav Luks
Inszenierung
R.B. Schlather
Bühnenbild
Anna-Sofia Kirsch
Kostüme
Katrin Lea Tag
Licht
Jan Hartmann
Dramaturgie
Mareike Wink
Lavinia
Margherita Maria Sala
Enea
Michael Porter
Turno
Karolina Makuła
Giuturna / Venere
Daniela Zib°
Latino
Thomas Faulkner
Giove / Coralto
Constantin Zimmermann
Corebo / Fauno
Pete Thanapat
Nicea
Theo Lebow
Double Giuturna/Venere
Julia Alsdorf

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

°Mitglied des Opernstudios