Spielplan

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Aida

Giuseppe Verdi 1813–1901

Oper in vier Akten
Text von Antonio Ghislanzoni nach Auguste Mariette
Uraufführung 1871

Premiere vom 3. Dezember 2023

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt. Weitere spannende Inhalte zur Produktion finden Sie im Opernappetizer auf unserem Blog.

 

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Musikalische Leitung Pier Giorgio Morandi

Aida Nombulelo Yende
Radamès Young Woo Kim
Amneris Sofija Petrović
Ramfis Andreas Bauer Kanabas / Kihwan Sim
Amonasro Iain MacNeil
Der König von Ägypten Thomas Faulkner
Ein Bote Kudaibergen Abildin
Eine Priesterin Alina Avagyan°

°Mitglied des Opernstudios

Die äthiopische Prinzessin Aida ist Sklavin der ägyptischen Königstochter Amneris. Beide sind in den jungen Ägypter Radamès verliebt. Der erwidert Aidas Gefühle. Nun soll er als Feldherr gegen die Äthiopier, das Volk seiner Geliebten, in den Krieg ziehen … Verdis Oper Aida erzählt davon, wie Menschen angesichts unmenschlicher Verhältnisse versuchen, ihrem inneren Kompass zu folgen, Gefühle und Beziehungen zu leben; aber auch davon, wie sie instrumentalisiert werden und schließlich an erbarmungslosen Machtstrukturen zerbrechen. Die Inszenierung von Lydia Steier konzentriert die Handlung auf den Innenraum eines Bunkers, um den herum ein brutaler Krieg tobt. Beklemmend aktuell verbinden sich in ihrer drastischen Lesart Assoziationen an die Kriegsschauplätze unserer Zeit mit Gedanken an das Ende des Zweiten Weltkriegs. So werden die beschwingten Chöre jenes Werkes, das 1870/71 unter dem Eindruck des beginnenden Deutsch-Französischen Krieges für das neue Opernhaus in Kairo entstand, zum bitter-zynischen Widerhall einer Kriegseuphorie, die sich wie ein unendlicher roter Faden durch die Geschichte der Menschheit zieht.