Dieser Link öffnet ein YouTube-Video. Bitte beachten Sie die dort gültigen
Datenschutzbestimmungen
Dieser Link öffnet ein YouTube-Video. Bitte beachten Sie die dort gültigen
Datenschutzbestimmungen
Written on Skin
George Benjamin *1960 Martin Crimp (Text) *1956
Oper in drei Teilen mit Musik von George Benjamin und einem Text von Martin Crimp nach der anonymen okzitanischen Erzählung Guillem de Cabestanh ̶ Le cœurmangé
Uraufführung 2012, Grand Théâtre de Provence, Aix-en-Provence
In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt. Weitere spannende Inhalte zur Produktion finden Sie im Opernappetizer auf unserem Blog.
Am 3. Mai findet die 9. Kammermusik anlässlich der Premiere von Written on Skin statt.
Bei Anklicken dieses Inhalts werden Daten von Ihnen an SoundCloud übertragen.
Näheres dazu in unserer
Datenschutzbestimmung.
The Protector Bo Skovhus
Agnès Elizabeth Reiter
First Angel / The Boy Iurii Iushkevich
Second Angel / Marie Cecelia Hall
Third Angel / John Michael McCown
(…) Die Suche nach Schönheit in einer gottlosen, entzauberten Welt ist ein zwiespältiges Unterfangen. Es ist ein Theater des Schönen und der bitteren Grausamkeit. In diesem Sinne illuminiert Tatjana Gürbacas Inszenierung auch George Benjamins suggestive Klangfindungen zwischen hypnotischer Subtilität und geräuschhafter Gewalt. Die kaleidoskopartigen Farbwirkungen dieser Partitur sind beim Frankfurter Opern- und Museumsorchester in den besten Instrumentenhänden und der Dirigent Erik Nielsen akzentuiert die Zeitschichten mit präziser Prägnanz. Das vermeintliche Kammerspiel ist packende, mit neunzig Minuten Spieldauer konzentriert-spannende große Oper.
Bernd Künzig, SWR Kultur am Morgen
(…) Getragen wird der Abend von zwei überragenden Sängerdarstellern: Ensemblemitglied Elizabeth Reiter, die Agnès mit überreicher Gefühlspalette zeichnet, und dem dänischen Meisterbariton Bo Skovhus als Protector. Wie die beiden sich in den 90 Premierenminuten begehren, zu besitzen trachten, sich eifersüchtig umkreisen und dabei immer wieder missverstehen, erzeugt glühende Reibungsflächen. (…)
Bettina Boyens, Frankfurter Neue Presse
(…) Elizabeth Reiter erscheint als Schwarzwaldmädel im schwarzen Kleid mit weißem Häubchen und Schürze – ein Unschuldslamm (und nicht einmal Gottes), das in Tatjana Gürbacas tiefschürfender, unter die Haut gehender Inszenierung anfangs sogar ein wenig zurückgeblieben wirkt. Reiter gestaltet schon diese erste Szene mit einer beeindruckenden darstellerischen Intensität und Variabilität. (…)
Jürgen Otten, Opernwelt
(…) Tolles Ensemble, wie eigentlich fast immer in diesem Opernhaus.
Fazit: Absolutely not to miss!
Andrea Richter, www.textor.online
Ein reicher Mann will sich in einer Buchmalerei verherrlichen lassen. Das Resultat konfrontiert ihn mit einer unbequemen Wahrheit.
Eigentlich besitzt der Protector alles, was er sich wünscht: Geld, Ländereien und den – wie er sagt – »stillen, gehorsamen Körper« seiner Ehefrau Agnès. Mit den Bildern, die er von sich anfertigen lässt, gerät seine Lebensrealität jedoch ins Wanken: Fasziniert von der Kunst und der empathischen Art des jungen Malers, beginnt Agnès eine Affäre mit ihm. Als die beiden dem Protector ihre Verbindung offenbaren, tötet der Betrogene den Maler und nötigt seine nichts ahnende Ehefrau, dessen Herz zu essen. Doch Agnès wendet selbst ihre größte Demütigung in einen persönlichen Triumph.
George Benjamin schuf mit Written on Skin eine der erfolgreichsten Opern des 21. Jahrhunderts. Der Text von Martin Crimp basiert auf der mittelalterlichen Legende vom »verspeisten Herzen«, die sich um den Troubadour Guillem de Cabestanh rankt: Nach der Affäre mit der Ehefrau eines Gönners fand der Künstler einen gewaltsamen Tod. In einer glasklaren Sprache verdichtet Crimp den Stoff zu einem Drama, das durch Benjamins Musik eine ungeheure sinnliche Tiefe entwickelt.
Formal gleicht die Oper einem Spiel im Spiel: Drei Engel, die sich mühelos zwischen Gegenwart und Vergangenheit bewegen, schlüpfen in verschiedene Rollen und treiben das Geschehen permanent voran. Schließlich werden sie zu Zeugen einer Tragödie, in der die Gewaltbereitschaft des Menschen ebenso aufscheint wie dessen schöpferisches Potenzial.
Wir verwenden auf dieser Webseite Cookies. Ihre IP-Adresse wird ohne Ihre Zustimmung aus technischen Gründen für 10 Tage gespeichert. Ihre Daten werden nicht weitergegeben.
Um Ihnen das beste Nutzererlebnis zu ermöglichen, verwenden wir ein Analysetool. Auswertungen bzw. Statistiken hierzu erfolgen nur anonymisiert.