Spielplan

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Ottone

Georg Friedrich Händel 1685–1759

Oper in drei Akten
Text von Nicola Francesco Haym nach Stefano Benedetto Pallavicini
Uraufführung 1723, King’s Theatre, Haymarket, London

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung Václav Luks

Ottone  Yuriy Mynenko
Teofane Monika Buczkowska-Ward
Gismonda Paula Murrihy
Adelberto Iurii Iushkevich
Matilda Cecelia Hall
Emireno Jonas Müller

Wenn Heiratspolitik zum bösen Spiel wird: Ottone soll Teofane heiraten. Doch man hat die Rechnung ohne die ehrgeizige Gismonda gemacht. Sie intrigiert im Hintergrund, um ihren Sohn Adelberto in Position zu bringen.

Aus Momentaufnahmen rund um die historische Hochzeit zwischen dem deutschen Kaiser Otto II. und der byzantinischen Prinzessin Theophanu setzt sich die fiktive Handlung des Ottone-Librettos zusammen. Es basiert auf Stefano Benedetto Pallavicinis Textbuch zu Antonio Lottis Dramma per musica Teofane, das Händel in Dresden gesehen hatte, als er dort italienische Sänger*innen für seine eigenen Projekte castete. Und in der Tat erscheint die bei Lotti titelgebende junge Braut als der eigentliche Dreh- und Angelpunkt auch von Händels Oper, die dem Genre entsprechend mit zahlreichen Verwicklungen aufwartet.

Der Londoner Uraufführung im Januar 1723 war ein vielschichtiger Entstehungsprozess vorausgegangen, in dem sich der Komponist nicht zu knapp mit den unterschiedlichen Ansprüchen der verpflichteten italienischen Gesangsstars auseinanderzusetzen hatte. Das Ergebnis wurde ein feines Geflecht aus raffinierten, eleganten, innigen Arien, deren Melodien im Kopf bleiben. Nicht von ungefähr etablierte sich Händels dritte für die Royal Academy of Music in London entstandene Oper als ein Kassenschlager, der zu Lebzeiten des Komponisten zusammen mit seinem Rinaldo die meisten Wiederaufführungen erlebte. Ein heute selten gespieltes Werk, das eine Wiederentdeckung verdient!