Spielplan

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La gazzetta

Gioachino Rossini (1792-1868)

Dramma per musica in zwei Akten / UA 1816
Text von von Giuseppe Palomba nach Carlo Goldoni.

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Bockenheimer Depot

Musikalische Leitung Simone Di Felice

Don Pomponio Sebastian Geyer
Lisetta Elizabeth Sutphen
Filippo Mikołaj Trąbka
Alberto Matthew Swensen
Doralice Angela Vallone
Madama La Rosa Nina Tarandek
Monsù Traversen Danylo Matviienko°
Anselmo Franz Mayer

°Mitglied des Opernstudios

Don Pomponio, Neapolitaner, geschäftstüchtig und neureich, versucht seine Tochter mit einer Heiratsanzeige loszuwerden – doch sie hat andere Pläne.

Seit 1815 werden Rossinis Opern wie am Fließband gespielt – und das nicht nur in Italien. Der Komponist erhält den Auftrag, dem stagnierenden Opernbetrieb Neapels mit gleich drei Opern in einem Jahr neues Leben einzuhauchen. So entsteht 1816 für das Teatro Fiorentini die beinahe in Vergessenheit geratene La gazzetta zwischen seinen beiden Kassenschlagern Il barbiere di Siviglia (1816) und La Cenerentola (1817) – so gesehen das eigentliche »Aschenputtel« dieser drei Opern, und das, obwohl die Uraufführung als ein großer Erfolg gefeiert wurde. Rossini schreibt an seine Mutter: »Die Oper hat Furore gemacht, und alle sind überrascht, mit wie viel Leichtigkeit und Effekt ich den neapolitanischen Dialekt in Musik setzen konnte. Ich versichere euch, dass ich mein Herz nie stärker habe klopfen hören als bei der Premiere dieser Aufführung.«

Gut fünfzig Jahre nach der Uraufführung von Carlo Goldonis Il matrimonio per concorso benutzt Rossini das Schauspiel als Vorlage für seine Gazzetta. Das Sujet steht damals hoch im Kurs. In der Zwischenzeit sind mindestens fünf verschiedene Opern entstanden, denen die Geschichte um jene Heiratsanzeige zugrunde liegt. Die Texte ähneln sich. Auch manche musikalische Nummer ist bekannt – etwa aus Il turco in Italia oder La Cenerentola, die sogar die Ouvertüre mit La gazzetta teilt.