Spielplan

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Königskinder

Engelbert Humperdinck 1854–1921

Märchenoper in drei Aufzügen
Text vom Komponisten nach dem Märchendrama (1893) von Ernst Rosmer (Pseudonym für Elsa Bernstein-Porges)
Uraufführung 1910, Metropolitan Opera, New York

Premiere vom 30. September 2012

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen aktuell nur als Video (verfügbar kurz vor der Wiederaufnahme hier und auf YouTube)

Musikalische Leitung Sebastian Weigle

Der Königssohn Gerard Schneider
Die Gänsemagd Heather Engebretson
Der Spielmann Iain MacNeil
Die Hexe Katharina Magiera
Der Holzhacker Magnús Baldvinsson
Der Besenbinder Jonathan Abernethy
Der Ratsälteste Franz Mayer
Der Wirt Domen Križaj
Die Wirtstochter Kelsey Lauritano
Der Schneider Carlos Andrés Cárdenas°
Die Stallmagd Judita Nagyová

°Mitglied des Opernstudios

In einer teils symbolistischen, teils naiven Kunstsprache erzählt Humperdincks Oper das düstere Märchen der Gänsemagd und des Königssohns. Seine Partitur, eine der schönsten der Jahrhundertwende, gehört zu den vierzehn Bühnenwerken des Komponisten, von denen sich nur eines (Hänsel und Gretel) auf den Spielplänen etablieren konnte. Ihrer Form nach baut sie auf Wagners Musikdramen auf und bezieht sich hörbar auf dessen Werke. Doch Humperdinck übernahm seine Leitmotivtechnik nicht, um Personen, Beziehungen oder Handlungen zu charakterisieren, sondern ersetzte sie durch »Erinnerungsmotive« und atmosphärisch-klangliche Verbindungen. Königkinder, die traurigste Märchenoper, reflektiert eine herzlose Gesellschaft, die außerhalb ihrer gewohnten Norm nichts zu tolerieren weiß: Das Märchenpaar, der Königssohn und die, von einer Hexe großgezogene Gänsemagd scheitern. Nur ein verlachter Spielmann, ein Mensch reinen Herzens, erkennt ihre ehrliche Liebe, ihren wahren Wert. Die habgierigen Bürger von Hellastadt schicken sie in den Tod. Die Königskinder gehen an einem vergifteten Zauberbrot zugrunde.

Mit Beteiligung des Kinderchores »Königskinder Kronberg«