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Die Zauberflöte

Wolfgang Amadeus Mozart 1756-1791

Große Oper in zwei Aufzügen KV 620
Text von Emanuel Schikaneder
Premiere vom 3. Oktober 1998

Ausnahme bei dieser Produktion: Keine Übertitel!

Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

Sie wird auch in ihrem 20. Jahr an der Oper Frankfurt noch heiß geliebt, die familienfreundliche Zauberflöte von Michael Sowa und Alfred Kirchner.
(…)
Wie im Premierenjahr 1998 staunten auch jetzt wieder zahlreiche fein gekleidete Zehnjährige mit ihren Freunden, Eltern oder Geschwistern über das tierische Kabinett Sarastros: Vom Spinnenmonster über den Schmetterlingssauger bis hin zum Kaffee servierenden Hasen. Wer die in den Himmel ragende Bibliothek und das finstere Katermaul-Höllentor noch mal erleben will, hat jetzt in der unwiederbringlich letzten Aufnahme die Gelegenheit dazu. (…)

Bettina Boyens, Frankfurter Neue Presse

Am 3. Oktober 1998 feierte Die Zauberflöte unter der Regie von Alfred Kirchner ihre Premiere in der Oper Frankfurt. Seither wurde die beliebte Inszenierung mit der fantasievollen Ausstattung von Michael Sowa und Vincent Callara fünfzehnmal wieder ins Repertoire genommen – in mehr als 160 Vorstellungen sahen die Besucher unzählige SängerInnen in den Rollen von Tamino und Pamina, Papageno und Papagena, der Königin der Nacht und Sarastro sowie eine lieb gewonnenen Menagerie der „wilden Tiere“ – bestehend aus Wespe, Schmetterling, Tarantel und dem Kaffee servierenden Hasen. Nun geht eine wahre Erfolgsgeschichte an der Oper Frankfurt zu Ende – aber nicht ohne Ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich von Mozarts großer Oper zu verabschieden!

Die Zauberflöte erfüllt das Ideal der Märchenoper: Als "Traum des Prinzen Tamino" machen die Rätsel dieses populären Singspiels auf wundersame, humorvolle und anrührende Weise Sinn! Die Königin der Nacht schwebt nicht von oben herab, sondern geht zu Fuß, Sarastro und seine Priester studieren bei funzeligem Licht in einer riesigen, schon etwas verstaubten Bibliothek. Papageno parodiert die hochtrabenden, schwierigen Prüfungen, denen Tamino unterzogen wird. Er findet als erster den Weg zu Pamina, denn der kindliche Vogelfänger und die traurige Prinzessin haben ein gesundes Herz: Sie fühlen, was wichtig und richtig ist. Prinz Tamino besteht die Prüfungen nicht ohne Hilfe: Die Zauberflöte verwandelt die Leidenschaften aller Lebewesen, sogar die der bedrohlich gewachsenen Insekten. Bei der dritten Prüfung begleitet ihn Pamina. Gemeinsam überwindet das Liebespaar den symbolischen Tod in der Feuer- und Wasserprobe. Mozart und Schikaneder waren ihrer Zeit weit voraus: "Mann und Weib und Weib und Mann reichen an die Gottheit an" – nur gleichberechtigt übernehmen sie die Macht.