Adriana Lecouvreur
Francesco Cilea 1866-1950
Oper in vier Akten
Text von Arturo Colautti nach dem Schauspiel Adrienne Lecouvreur von Eugène Scribe und Ernest Legouvé Uraufführung am 6. November 1902, Teatro Lirico, Mailand
Premiere vom 4. März 2012
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Ubertiteln
Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer
Musikalische Leitung Steven Sloane
Adriana Lecouvreur Angela Meade
Maurizio Vincent Wolfsteiner
Fürstin von Bouillon Tanja Ariane Baumgartner
Fürst von Bouillon Magnús Baldvinsson
Abbé von Chazeuil Peter Marsh
Michonnet Davide Damiani
Quinault Daniel Miroslaw
Poisson Jaeil Kim*
Haushofmeister Anatolii Suprun*
Fräulein Jouvenot Karen Vuong
Fräulein Dangeville Maren Favela
* Mitglied des Opernstudios
Ein faszinierendes Vexierspiel zwischen Theaterbühne und einer intriganten Adelswelt entfesselt Francesco Cilea in seiner Oper. Ausgehend von einer historischen Figur — der im frühen 18. Jahrhundert an der Pariser Comédie-Française gefeierten Schauspielerin und Voltaire-Freundin Adrienne Lecouvreur — erzählt er zugleich von der anrührenden Liebesgeschichte mit dem Herzog Moritz von Sachsen und vom bösen Spiel ihrer Rivalin, der Fürstin von Bouillon. Am Ende stirbt Adriana durch einen vergifteten Veilchenstrauß. Oder etwa an gebrochenem Herzen? Das Changieren zwischen virtuosem Theater auf dem Theater und realen Emotionen überträgt Regisseur Vincent Boussard im flexiblen Bühnenbild von Kaspar Glarner und mit dem ausgeklügelten Licht von Joachim Klein in ein zeichenhaftes Spiel bei differenzierter Personenführung. Die opulenten Kostüme des Modeschöpfers Christian Lacroix vereinen barocke Anklänge mit zeitgenössischem Chic.