Spielplan

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Wozzeck

Alban Berg 1885-1935

Oper in drei Akten
Text vom Komponisten

Premiere vom 26. Juni 2016

Mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

Musikalische Leitung Gabriel Feltz
Wozzeck Audun Iversen
Tambourmajor Vincent Wolfsteiner
Andres Michael Porter
Hauptmann Peter Marsh
Erster Handwerksbursch Frederic Jost
Zweiter Handwerksbursch Mikołaj Trąbka
Der Narr Martin Wölfel
Marie Claudia Mahnke
Doktor Alfred Reiter
Margret Katharina Magiera

Christof Loys Lesart von Büchners letztem Werk zielt ganz auf die gemarterte Seele der Titelfigur. Am Falle des Friseurs Johann Christian Woyzeck, der am 21. Juni 1821 seine Geliebte erstach, wollte die fortgeschrittene Humanmedizin beweisen, dass seelische Konflikte und physiologische Tatsachen zusammenhängen. Die Stimmen, die der gelernte Perückenmacher ständig zu hören vorgab, wurden — um es mit einem Begriff des 20. Jahrhunderts auszudrücken — als psychosomatische Reaktionen angesehen. Alban Bergs vielgestaltige, aber dennoch auf eine strenge musikalische Gesetzmäßigkeit aufbauende, Atonalität und Zwölftonalität mischende Oper, deren Gesamtarchitektur die insgesamt 31 Szenen Büchners auf 15 Szenen konzentrierte, verleiht jedem einzelnen Teil eine singuläre charakteristische Farbe. Die Musik erhält ihre ungeheure Suggestionskraft nicht zuletzt durch ihren dramatischen Gestus. Sie ist strikt auf ihre szenische Realisierung ausgerichtet und — im allerbesten Sinne — Opernmusik, die, so der Komponist, »in jedem Augenblick sich ihrer Funktion als Dienst am Drama bewusst ist«.