Spielplan

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Skaterherz

Seabastian Schwab *1993

Auftragswerk der Oper Frankfurt
Jugendoper in einem Prolog und 15 Szenen
Text von Kai Weßler nach dem gleichnamigen Roman von Brenda Heijnis

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Bockenheimer Depot und kurz nach der Premiere als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.

Musikalische Leitung Lukas Rommelspacher

Elias Heuziger, ein herzkranker Junge Iurii Iushkevich
Boyd Bruckmann, Skater Andrew Kim
Mathilde Heuziger, Elias’ Mutter Juanita Lascarro
Doktor Pilas Philippe Jacq
Puck, ein herzkrankes Mädchen Alina Avagyan°
Abe, Boyds Großvater Dietrich Volle

°Mitglied des Opernstudios

Eine Jugendoper über eine außergewöhnliche Freundschaft und den Mut, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Zwei Jugendliche, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Boyd, ein mutiger 14-Jähriger, der das Risiko sucht, beim Skateboarden auf dem Geländer einer Autobahnbrücke abstürzt und noch am Unfallort ums Leben kommt. Und Elias, 13 Jahre alt, herzkrank. Seit Ewigkeiten wartet er auf ein Spenderherz. Nach der Transplantation von Boyds Herz steht Boyd plötzlich in Elias’ Krankenzimmer – nur für ihn sichtbar. Boyd kann nicht endgültig sterben, weil er sich die Schuld an einem Brand im Schuppen seines Großvaters gibt. Erst wenn es ihm gelingt, dem Großvater ein aus dem Feuer gerettetes Foto zurückzugeben, kann er Frieden finden. Elias hat sich im Zuge seiner Krankheit zu einem überbehüteten Außenseiter entwickelt, der seine Zeit am liebsten am Handy verbringt. Durch die Begegnung mit Boyd wird er gezwungen, seine Angst zu überwinden und Verantwortung zu übernehmen.

Sebastian Schwab erarbeitet regelmäßig zeitgenössische Musiktheaterwerke für junge Menschen. Seine Kompositionen zeichnen sich durch eine besondere rhythmische Präzision und eine farbenreiche Instrumentation aus, die er sowohl in klassischen Orchesterwerken als auch in interdisziplinären Crossover-Projekten meisterhaft einsetzt. Seine Musik verbindet mühelos verschiedene musikalische Welten und beweist dabei sein feines Gespür für theatralische Pointen und dramaturgische Raffinesse. Besonders im Bereich des zeitgenössischen Musiktheaters für junges Publikum setzt Sebastian Schwab Maßstäbe, indem er differenzierte Klangsprachen mit subversivem Witz und einer modernen, zugänglichen Erzählweise verknüpft. Gemeinsam mit dem Librettisten Kai Weßler entstanden bereits Holle! und Wurst.