Spielplan

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Norma

Vincenzo Bellini 1801–1835

Tragedia lirica in zwei Akten
Text Felice Romani nach Alexandre Soumet
Uraufführung 1831, Teatro alla Scala, Mailand

Premiere vom 10. Juni 2018

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen aktuell nur als Video
 

Musikalische Leitung Erik Nielsen

Norma Ambur Braid
Pollione Stefano La Colla
Adalgisa Dshamilja Kaiser / Bianca Andrew
Oroveso Andreas Bauer Kanabas
Clotilde Karolina Bengtsson°
Flavio Carlos Andrés Cárdenas°

° Mitglied des Opernstudios

(…) Mit (…) der Möglichkeit, vor einem ausgebuchten Haus zu spielen, startet die Oper Frankfurt gestärkt in die neue Spielzeit. Und mit dieser fulminanten Wiederaufnahme von Norma beweist sie, dass man auch weiterhin „ganz große Oper“ in der hessischen Bankenmetropole erwarten darf. So scheint die Krise zumindest an der Oper Frankfurt überwunden zu sein!

Alexandra Richter, www.bachtrack.com


Die Premiere der Frankfurter Norma am 10. Juni 2018 war ein Triumph von Elza van den Heever (…). Kann unter diesen Bedingungen eine Umbesetzung der Titelpartie gelingen? Sie kann, was sich gerade in der aktuellen Wiederaufnahmeserie zeigt. Die Oper Frankfurt hat mit Ambur Braid im eigenen Ensemble eine überzeugende Neubesetzung gefunden. (…)
(…) Das Publikum belohnt dieses überzeugende Rollendebüt mit starkem Schlussapplaus. (…)

Michael Demel, www.deropernfreund.de

Bellinis Norma wurde lange Zeit als reines Diven-Stück angesehen; kein Wunder: Gehört doch die Titelpartie zu den anspruchsvollsten der Gattung. In den letzten Jahren ist jedoch der musiktheatralische Rang des Werkes mehr ins Bewusstsein getreten. Es geht um drängende Fragen: Wie umgehen mit den Widersprüchen zwischen öffentlichen Funktionen und privatem Glück? Wie sehr bestimmt die Verantwortung für die eigenen Kinder das Leben? Welche Rolle spielt Religion in einer Gesellschaft? Was kann die Freundschaft zweier Frauen, die denselben Mann lieben, bewirken? Diese Themen spiegeln sich in der Geschichte um die gallische Seherin Norma, die eine Verbindung mit dem Prokonsul Pollione, der als Anführer der römischen Besatzer der ärgste Feind ihres Volkes ist, eingegangen ist. Als er ihre Liebe verrät, geht sie durch ein Wechselbad der Gefühle, das im heroischen Selbstopfer als Ausdruck der Erkenntnis ihrer eigenen Schuld gipfelt. Dafür findet Bellini eine Tonsprache, die den Gesang ins Zentrum stellt – und der ist, obgleich Belcanto (wörtlich »Schöngesang«) in vollkommenster Form, keineswegs nur »schön«, vielmehr in seiner Wahrhaftigkeit unmittelbar berührend.