(…) Mauro Peter musste am Mittag bedauerlicherweise kurzfristig für den Abend absagen (…). Dankenswerterweise erklärte sich Louise Alder sofort bereit, den Abend nunmehr alleine zu gestalten (begleitet vom Pianisten Joseph Middleton).
Markus Gründig, www.kulturfreak.de
(…) Schon in ihrer Frankfurter Ensemblezeit (bis 2019) war die Sopranistin als Sophie (im Rosenkavalier) oder Musetta (in La Bohème) mit ihrer Fähigkeit zu leuchtenden Höhen und zugleich übergangslos sitzender Tiefe aufgefallen. (…)
Andreas Bomba, Offenbach-Post
(…) Alder und ihr aufmerksamer Landsmann Middleton am Flügel wirkten, wie auch immer sie das gemacht haben, blendend eingestimmt auf genau dieses Programm. Fabelhaft die ad-hoc-Wendung zu Gustav Mahlers Rückert-Liedern. Das erschien nicht einmal unvermittelt, weil Alder alles, was sie singt, und egal, wie lustig sie dabei ist, mit tiefem Ernst zur Sache absolviert. Ernste Arbeit und Humor stehen einander nie entgegen, oft bedingen sie einander. Alders Sopran hat eine schlanke und eine abgedunkelte Note, er kann anstrengungslos aufblühen. In den Mahler-Liedern zeigten sich Sängerin und Stimme von ihrer introvertierten Seite, Sekundenlange Stille nach dem letzten Ton von „Ich bin der Welt abhanden gekommen“. (…)
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau
(…) „Le papillon et la fleur“, Schmetterling und Blume inspirierten gleich zu Beginn den kongenialen, auf wunderbare Weise die kleinteiligen Atmosphären einfangenden Pianisten Joseph Middleton; in fünf Rückert-Liedern Gustav Mahlers blieb die Musik zuweilen geradezu stehen, versank in kunst- und spannungsvoll gedimmtem pianissimo. Man war darin der Welt abhandengekommen. Dankbarer Beifall.
Andreas Bomba, Frankfurter Neue Presse