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Happy New Ears

Die Lucerne Festival Academy zu Gast 

»Happy New Ears«: Der Neujahrsgruß von John Cage will ermutigen zu genauem Hinhören und zur Neugier auf das noch nicht Etablierte. Diesem Anspruch wird das Konzert im Februar auf besondere Weise gerecht, indem es die traditionsreiche Reihe für die junge Generation öffnet und dem Nachwuchs eine prominente Plattform bietet. Gleichzeitig lernt das Frankfurter Publikum so manche der vielversprechendsten neuen Namen kennen. 

Erstmalig ist das Ensemble Modern eine Partnerschaft mit der von Pierre Boulez gegründeten Lucerne Festival Academy eingegangen. Deren Leiter Wolfgang Rihm veranstaltet seit 2016 jeden Sommer im schweizerischen Luzern im Rahmen der Akademie das Composer Seminar. Wolfgang Rihm: »Man muss das Komponieren in der Praxis lernen! Man hört immer: ›Die jungen Komponisten machen doch alle das Gleiche.‹ Ich erlebe hingegen unterschiedlichste Welten, als würden sie von verschiedenen Planeten stammen.« Rihm will keine ästhetischen Dogmen vorgeben, sondern »die Artikulation des Eigenen« fördern. Weshalb er ganz bewusst »Komponisten aus verschiedenen Entwicklungs- und Bewusstseinszuständen« auswählt, die auch ganz verschiedene ästhetische und kulturelle Voraussetzungen mitbringen.

Einige Mitglieder des Ensemble Modern haben im Sommer 2021 die Schlusskonzerte der Akademie verfolgt, die zum Teil auch von den Mitgliedern der IEMA aufgeführt wurden, und anschließend aus den acht teilnehmenden Komponist*innen fünf ausgewählt. Diese sind eingeladen, Anfang 2022 zur Einstudierungsarbeit mit dem Ensemble Modern und zur Aufführung im Rahmen von »Happy New Ears« nach Frankfurt zu kommen.  Wolfgang Rihm, einer der prägenden Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts, wird selbst moderieren und die jungen Kolleg*innen präsentieren – das sind die Komponistinnen Senay Uğurlu (*1997, Türkei) und Lanqing Ding (*1990, China) sowie die Komponisten Daniil Posazhennikov (*1994, Russland), Guillem Palomar (*1997, Spanien) und Tyson Gholston Davis (*2000, USA)


Programm

Lanqing Ding, Dédale für zwei Trompeten (2020/21) 
Senay Uğurlu, Monachopsis I: Mirror (2020)
Daniil Posazhennikov, forest regression (2020) 
Tyson Gholston Davis, Canto II für Ensemble (2020)
Guillem Palomar, Hymne für elf Musiker*innen (2021)

Alle Werke erklingen in deutscher Erstaufführung

Wolfgang Rihm Moderation 

Maayan Franco Dirigent