Joseph Calleja (Tenor)
/ Sarah Tysman (Klavier)
Strahlend und selbstbewusst fällt er mit der Tür ins Haus. „Questa o quella“, heute die, morgen eine andere (gemeint sind Frauen!) – dem Herzog in Verdis Rigoletto ist‘s egal. Mit dieser beliebten Bravour-Nummer, der weitere Hits aus dem vergleichbaren Opernrepertoire folgen, begeistert Joseph Calleja seine zahlreich erschienenen Fans (…).
Andreas Bomba, Frankfurter Neue Presse
Zu den Liederabenden im Frankfurter Opernhaus gehört etwa einmal in der Spielzeit auch die Übergröße, diesmal mit dem vor Kraft strotzenden maltesischen Tenor Joseph Calleja, Anfang des Jahres 48 geworden. Er bot auch keinen klassischen Liederabend, sondern eine Mischung aus Arien, Reisesouvenirs und Showtime-Krachern. Ein interessanter Gesamteindruck: einerseits die raumsprengende Größe der Stimme, andererseits die Erfordernis, ökonomisch mit ihr umzugehen.
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Ausdrücklich bedankte sich Calleja bei seiner Begleiterin, der französischen Pianistin Sarah Tysman, für ihre Geduld, und in der Tat schritt sie stoisch und äußerst aufmerksam durch die muntere Abfolge, die sie selbst mit einigen filigranen Soli ergänzte. Schon Ruggero Leoncavallos Schlager „Mattinata“ hatte Zugaben-Verve, es folgten dann noch vier echte, darunter „Granada“ und „La vie en rose“. (…)
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau
Joseph Calleja zählt zu den ganz großen Namen seines Fachs. Seine geschmeidige Stimme, die ihm regelmäßig Vergleiche mit legendären Tenören wie Gigli, Pavarotti oder Caruso einbringt, führt ihn an die wichtigen Opernhäuser der Welt. 2024/25 sang er u.a. an der Metropolitan Opera New York mit Rodolfo (La bohème) erneut eine seiner Paraderollen, an der Semperoper Dresden Mario Cavaradossi (Tosca), konzertierte an der Lithuanian National Philharmonic Society, gab im Shanghai Performing Arts Center sein China-Debüt und trat im Musiikkitalo in Helsinki auf. An der Oper Frankfurt begeisterte der maltesische Tenor bereits u.a. als Gounods Roméo, in der Titelpartie von L’amico Fritz (konzertant), Rodolfo, Edgardo (Lucia di Lammermoor), Don José (Carmen), in konzertanten Aufführungen von Les pêcheurs des perles und La rondine sowie bei einem Liederabend an der Seite von Tatiana Lisnic. 2012 wurde er von der maltesischen Regierung zum ersten Kulturbotschafter des Landes ernannt. 2024 erhielt er den französischen Ordre des Arts et des Lettres. Willkommen zurück, Joseph Calleja!
Es werden Werke von Giuseppe Verdi, Jules Massenet, Giacomo Puccini, Richard Wagner, Peter I. Tschaikowski u.a. zu hören sein. Das detaillierte Programm finden Sie hier.