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Die Frau ohne Schatten

Richard Strauss 1864–1949

Oper in drei Akten
Text von Hugo von Hofmannsthal, Uraufführung 1919, Staatsoper, Wien

Premiere vom 2. Februar 2002

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen aktuell nur als Video (verfügbar kurz vor der Wiederaufnahme hier und auf YouTube)

Musikalische Leitung Sebastian Weigle

Die Kaiserin Camilla Nylund
Barak, der Färber Wolfgang Koch
Seine Frau Miina-Liisa Värelä
Die Amme Christel Loetzsch
Der Kaiser Michael Siemon
Der Einäugige Danylo Matviienko
Der Einarmige Božidar Smiljanić
Der Bucklige Jonathan Abernethy
Der Geisterbote Nicholas Brownlee
Die Erscheinung eines Jünglings Brian Michael Moore

Die Frau ohne Schatten ist die vierte Oper, die als Zusammenarbeit von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal entstand, und die »letzte romantische Oper«, so Strauss in einem Brief an Hofmannsthal. Der Librettist ist dafür weit in die Welt arabischer Märchen, nordischer Sagen und christlicher Legenden vorgedrungen. Die Fertigstellung des Werkes verzögerte sich durch die zeitgleiche Beendigung der Ariadne auf Naxos und den Beginn des Ersten Weltkriegs. Die Frau ohne Schatten besticht durch ihre symbolistischen Farben, eine nicht ganz einfache Märchenstruktur und berauschende Musik. Regisseur Christof Nel setzte sich 2003 mit dem rätselhaften Hofmannsthal-Text in einer bis heute mustergültigen Konzeption auseinander. Er fokussierte das Verhältnis der beiden Paare, die sich hier gegenüberstehen: Kaiser und Kaiserin auf der einen, Barak und seine Frau auf der anderen Seite. Im Sinne des zugrunde liegenden orientalischen Märchens zwischen Geister- und Menschenwelt gelang Nel mit einer behutsamen Personenregie ein geheimnisvoller Einblick in die Psyche der Protagonisten.