Spielplan

zur Übersicht

Die Frau ohne Schatten

Richard Strauss 1864–1949

Oper in drei Akten
Text von Hugo von Hofmannsthal
Uraufführung 1919, Staatsoper, Wien

Premiere vom 2. Februar 2003

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen als Video und seit dem 4. März wieder live eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

Musikalische Leitung Sebastian Weigle

Die Kaiserin Camilla Nylund
Barak, der Färber Wolfgang Koch
Seine Frau Miina-Liisa Värelä / Lise Lindstrom (18.3.)
Die Amme Christel Loetzsch
Der Kaiser Michael Siemon
Der Einäugige Danylo Matviienko
Der Einarmige Božidar Smiljanić
Der Bucklige Jonathan Abernethy / Hans-Jürgen Lazar (13.3.)
Der Geisterbote Nicholas Brownlee
Die Erscheinung eines Jünglings Brian Michael Moore / Peter Marsh (13.3.)
Ein Hüter der Schwelle des Tempels / Stimme des Falken Nombulelo Yende°
Stimme von oben Katharina Magiera
Die Stimmen der Wächter der Stadt Danylo Matviienko, Božidar Smiljanić, Nicholas Brownlee

°Mitglied des Opernstudios

(…) Die packende Musik von Ri­chard Strauss trägt diesen Abend. Wie schon zur Premiere vor 19 Jahren steht GMD Sebastian Weigle am Pult, das Orchester wächst über sich hinaus. Die Dra­matik könnte packender, aufge­wühlter nicht sein, die klangliche Welt auch in den intimeren Passa­gen nicht süßer, bunter und schil­lernder. (…) Die Gesangsbeset­zung dürfte im internationalen Opernbetrieb derzeit ihresgleichen suchen. (…) Stürmische Ovationen!

Andreas Bomba, Frankfurter Neue Presse


(…) An dieser wohl endgültig letzten Wiederaufnahme einer Kult-Produktion ist alles stark: Der üppige Orchesterklang, die außerordentliche Sängerbesetzung bis in die kleinste Nebenrolle hinein und das monumentale und dabei wandlungsfähige Bühnenbild. Die finale Gelegenheit, sich diesem akustischen und optischen Rausch hinzugeben, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Michael Demel, www.deropernfreund.de

Die Frau ohne Schatten ist die vierte Oper, die als Zusammenarbeit von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal entstand, und die »letzte romantische Oper«, so Strauss in einem Brief an Hofmannsthal. Der Librettist ist dafür weit in die Welt arabischer Märchen, nordischer Sagen und christlicher Legenden vorgedrungen. Die Fertigstellung des Werkes verzögerte sich durch die zeitgleiche Beendigung der Ariadne auf Naxos und den Beginn des Ersten Weltkriegs. Die Frau ohne Schatten besticht durch ihre symbolistischen Farben, eine nicht ganz einfache Märchenstruktur und berauschende Musik. Regisseur Christof Nel setzte sich 2003 mit dem rätselhaften Hofmannsthal-Text in einer bis heute mustergültigen Konzeption auseinander. Er fokussierte das Verhältnis der beiden Paare, die sich hier gegenüberstehen: Kaiser und Kaiserin auf der einen, Barak und seine Frau auf der anderen Seite. Im Sinne des zugrunde liegenden orientalischen Märchens zwischen Geister- und Menschenwelt gelang Nel mit einer behutsamen Personenregie ein geheimnisvoller Einblick in die Psyche der Protagonisten.