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Prof. Herfried Münkler

Politikwissenschaftler

Prof. Herfried Münkler
© Ralf U. Heinrichs

Herfried Münkler wurde 1951 in Friedberg/Hessen geboren und studierte an der Johann Wolfgang von Goethe-Universität in Frankfurt Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik. 1981 wurde er mit einer Arbeit über Niccolò Machiavelli promoviert, 1987 habilitierte er sich mit einer Studie zu Idee und Begriff der Staatsraison in der Frühen Neuzeit. Nach Assistententätigkeit und Professurvertretung in Frankfurt am Main übernahm er den Lehrstuhl für Theorie der Politik an der Berliner Humboldt-Universität, wo er trotz mehrerer Rufe an andere Universtäten blieb. Herfried Münkler ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, wo er von 1993 bis 2019 für die Weiterführung der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) verantwortlich war. Seine Lehrtätigkeit ergänzen mehrere Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren. 2009 erhielt er den Preis der Leipziger Buchmesse sowie den Meyer-Struckmann-Preis der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf, 2016 den Friedrich Schiedel-Literaturpreis. 2016/2017 war er Fellow der Carl Friedrich von Siemens-Stiftung. Viele seiner Bücher, die insgesamt in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden, gelten als Standardwerke, etwa Die Deutschen und ihre Mythen (2009, Preis der Leipziger Buchmesse), Der Große Krieg (2013), Die neuen Deutschen (2016), Der Dreißigjährige Krieg (2017) oder Marx, Wagner, Nietzsche (2021), die alle monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste standen. Zuletzt erschien Welt in Aufruhr. Die Ordnung der Mächte im 21. Jahrhundert.