Spielplan

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Louise Alder (Sopran)
Gary Matthewman (Klavier)

(…) Dass ein Sänger seinen Auftritt ab­sagen muss, kann in nasskalten Novembertagen vorkommen. Aber es war schwierig, für den erkrankten französischen Tenor Stanislas de Barbeyrac Ersatz zu finden. Louise Alder ist eine Sängerin, die ihr Pu­blikum verzaubert. Die sympathi­sche Britin gehörte für drei Jahre zum Ensemble der Oper Frankfurt. Inzwischen stehen der 33 Jahre alt gewordenen Sängerin die Bühnen auf der ganzen Welt offen. Dass sie ebenfalls als Liedsängerin sehr ge­fragt ist, versteht jeder, der sie in Frankfurt erleben konnte.
(…)
Louise Alder singt mit ihrem kla­ren und wandlungsfähigen Sopran in allen Sprachen sehr deutlich, je­des Wort erhält genau den richti­gen Ausdruck.
(…) Louise Alder und Gary Mat­thewman [durchschreiten] souverän einen großen Teil des Liedkosmos, bieten Be­kanntes und Raritäten mit großem Ausdruck und auf höchstem Ni­veau. Große Begeisterung und vier Zugaben!

Martin Grunenberg, Frankfurter Neue Presse


(…) Volumen, das doch leicht bleibt, traf auch die Beweglichkeit in drei Liedern Felix Mendelssohn Bartholdys: „Auf Flügeln des Gesanges“ von Heinrich Heine. Das war als lange Linien ziehendes Schweben und nicht als aufflatterndes oder aufrauschendes Klangbild zu verstehen.
Bei den Drei Lieder der Ophelia von Richard Strauss war Alders Stimme in jähen, aktivistischen Positionen gefordert, denen der pianistische Begleiter der Sopranistin, Gary Matthewman, mit perlender und sprungbereiter Vifheit alles gab. Überhaupt bot der britische Musiker ein Optimum an genau durchgezeichneter Linie und Textur, konnte aber auch der gleitenden, ariosen Eleganz Franz Liszts den passenden Glanz geben. Alder blieb leicht, fast mädchenhaft und munter. Drei Texte von Victor Hugo, die emphatische, traumgebundene Stimmung mit Transzendenz-Attributen verbanden, waren fordernd für die Höhe, die Alder mit Stärke und leichter Schärfe gab. Bei drei Liedern Fanny Hensels kam ein fast triumphalistischer Ton zum Vorschein, namentlich als pathetischer Zug in „Nach Süden“ (Text: Wilhelm Hensel). (…)

Bernhard Uske, Frankfurter Rundschau


(…) Zu den Liedern, die häufig schon in der verdienstvollen Konzertreihe im Opernhaus zu hören waren, gehören etwa Felix Mendelssohn Bartholdys „Auf Flügeln des Gesanges“ oder Franz Schuberts „Gretchen am Spinnrade“. Zusammen mit dem ebenso einfühlsamen Gary Matthewman am Klavier ließ Alder sie sozusagen wie neu hören, nämlich ungemein empfindsam, in der Artikulation äußerst präzise und immer dicht am lyrischen Sinngehalt. Wie ohne jedes dramatische Auftrumpfen und ganz allein mithilfe von Stimmfarben und Ausdruck auch das Liedpodium zur Bühne werden kann, das demonstrierte sie in den drei Ophelia-Liedern op. 67 von Richard Strauss, dem einzigen festen Liedzyklus innerhalb der kleinteiligen Liedgruppen. (…)

Axel Zibulski, Offenbach-Post


(…) Es hätte so weiter gehen können, doch nach 28 Vorträgen entließ man schweren Herzens die charmante Sängerin. 

Gerhard Hoffmann, www.der-neue-merker.eu

Umbesetzung!

Die britische Sopranistin Louise Alder, ehemaliges Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, und ihr Pianist Gary Matthewman springen am Dienstag, dem 26. November 2019 für den erkrankten französischen Tenor Stanislas de Barbeyrac ein, der von Alphonse Cemin am Klavier begleitet worden wäre.

Louise Alder ist eine der herausragenden lyrischen Sopranistinnen ihrer Generation. Nach der Auszeichnung mit dem »Young Singer Award« bei den International Opera Awards 2017 wurde ihr bei der BBC Cardiff Singer of the World Competition der Publikumspreis verliehen. Als Ensemblemitglied der Oper Frankfurt hat sie von 2014/15 bis 2018/19 mit großem Erfolg zahlreiche Partien interpretiert, u.a. Cleopatra (Giulio Cesare in Egitto), Atalanta / Romilda (Xerxes) Susanna (Le nozze di Figaro), Despina (Così fan tutte), Pamina (Die Zauberflöte), Gretel (Hänsel und Gretel), Gilda (Rigoletto), Sophie (Werther), Füchsin Schlaukopf (Das schlaue Füchslein), Sophie (Der Rosenkavalier) und zuletzt Monica (The Medium). Darüber hinaus debütierte Louise Alder jüngst als Humperdincks Gretel an der Bayerischen Staatsoper in München und in der Titelpartie von La Calisto am Teatro Real in Madrid. Die britische Sängerin gastierte außerdem u.a. als Pamina an der Garsington Opera, als Händels Semele in der Londoner Royal Festival Hall und im Wiener Musikverein, als Händels Theodora bei den BBC Proms, als Sophie (Der Rosenkavalier) an der Welsh National Opera in Cardiff sowie mit Glyndebourne on Tour. 2019/20 kehrt sie als Zerlina an das Royal Opera House Covent Garden in London sowie als Marzelline (Fidelio) an die Bayerische Staatsoper zurück und folgt Engagements als Susanna an die English National Opera sowie als Partenope an die San Francisco Oper. Ihr erstes Soloalbum mit Liedern von Richard Strauss ist 2017 bei Orchid Classics erschienen.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.