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Porträt Miroslav Srnka

Spätestens seit seiner Oper Southpole, uraufgeführt 2016 an der Bayerischen Staatsoper, gehört Miroslav Srnka zu den prominenten Vertretern seiner Komponistengeneration. Geboren 1975 in Prag, studierte er Musikwissenschaft an der dortigen Karlsuniversität und anschließend Komposition an der Theater- und Musikakademie Prag. Heute lehrt Srnka Komposition an der Musikhochschule Köln. Er wurde u.a. mit dem Siemens Kompositionspreis ausgezeichnet. Seine Stücke, darunter zahlreiche Auftragswerke, werden von bedeutenden Klangkörpern aufgeführt: u.a. vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem NHK Symphony Orchestra Tokio, der Tschechischen Philharmonie, dem WDR Sinfonieorchester, BBC Philharmonic Orchestra, Ensemble Intercontemporain, Klangforum Wien und dem Münchner Kammerorchester. Er ist präsent auf Festivals wie dem Lucerne Festival, Ultraschall Berlin, Wien Modern, Présences Paris, dem Prager Frühling, Musica Strasbourg, Milano Musica und Printemps des Arts in Monte-Carlo oder bei der Reihe Musica viva in München. Im Juni 2025 wurde seine jüngste Oper The Voice Killer am Theater an der Wien uraufgeführt. Die Ensemblekomposition Overheating von 2018 beschäftigt sich mit dem Phänomen der Überhitzung und überträgt damit einen physikalischen Vorgang in Musik. Srnka entwickelt eine Art Kinetik klanglicher Objekte: »Was passiert, wenn es zu viel gibt von einer expandierenden Energie? Was passiert mit harmlosen musikalischen Mitteln in solchen Zuständen. In seinem Klaviertrio Emojis, Likes and Ringtones wiederum hinterfragt Srnka die glatte Standardisierung unserer Gefühle. Mehr über den Komponisten und sein Werk erfährt man beim Gesprächskonzert der beliebten Reihe mit dem Ensemble Modern.