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Wohnzimmerkonzert mit Elizabeth Reiter

Zuletzt hat uns Elizabeth Reiter mit ihrem hoch konzentrierten, immens virtuosen und überaus bewegenden Rollenporträt der Asteria (Händels Tamerlano) tief in die Seele einer liebenden und todesmutigen jungen Frau blicken lassen. Nun lädt uns die amerikanische Sopranistin aus ihrem Wohnzimmer heraus ein, mit ihr gemeinsam das Werk des 1882 in Graz geborenen Spätromantikers Joseph Marx zu entdecken, dessen reiches Liedschaffen größtenteils bis 1912 entstand. »Er schämt sich nicht, dass ihm das Herz aufgeht, wenn er heraustritt ins Freie, wenn er Wald und Wiese in Frühlingspracht daliegen sieht, wenn die Vögel singen und wenn die Feldblumen duften«, heißt es 1926 im Neuen Wiener Tageblatt über den Komponisten. Auch Elizabeth Reiter singt von der Natur, von der Liebe, von der Sehnsucht ... Sie verbindet in ihrer Liedauswahl das Heiter-humorvolle mit dem Ernsthaft-Tiefgründigen und wirft Schlaglichter auf den in der Tonalität verankerten, impressionistischen und melodienfreudigen Charakter des Marx’schen Stils sowie auf seine Sympathien für das Volkslied und die Operette.
Die Klavierbegleitung stammt von Takeshi Moriuchi. Er ist seit der Spielzeit 2018/19 Studienleiter der Oper Frankfurt. Der in Tokio geborene Pianist wechselte nach dem Klavierstudium nach Europa, um an der Universität Mozarteum Salzburg Dirigieren zu studieren. Mit Manon Lescaut hat Takeshi Moriuchi sein Debüt an der Oper Frankfurt als Dirigent einer Neuproduktion gegeben.
Das Wohnzimmerkonzert wird am Donnerstag, 30. April, 20.30 Uhr (MEZ) auf Facebook, YouTube sowie hier auf unserer Webseite gezeigt.