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Andrea Breth

Regisseurin

Andrea Breth
© Bernd Uhlig

Mit Turandot gibt Andrea Breth ihr Debüt an der Oper Frankfurt, wo sie in der Saison 2026/27 eine weitere Neuproduktion erarbeiten wird. In Darmstadt aufgewachsen, studierte sie zunächst Literaturwissenschaften an der Universität Heidelberg, ehe sie von 1972 bis 1973 am dortigen Stadttheater als Regieassistentin tätig war. Erste eigene Inszenierungen entwickelte Andrea Breth in Bremen, Wiesbaden, Hamburg und Berlin. Während ihres Engagements als Hausregisseurin an den Städtischen Bühnen Freiburg zwischen 1983 und 1985 sie erstmals von der Zeitschrift Theater Heute als »Regisseurin des Jahres« ausgezeichnet. 1986 wechselte Andrea Breth ans Schauspielhaus Bochum, wo sie sich in der deutschsprachigen Theaterszene zunehmend etablieren konnte. Von 1992 bis 1997 war sie Künstlerische Leiterin der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz, von 1999 bis 2019 Hausregisseurin am Burgtheater Wien. Insgesamt wurden 14 ihrer Schauspiel-Inszenierungen zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Im Jahr 2000 gab Andrea Breth ihr Opernregie-Debüt mit Orfeo ed Euridice an der Oper Leipzig. In der Folge inszenierte sie u.a. Eugen Onegin bei den Salzburger Festspielen, Janáčeks Káťa Kabanová, Verdis La traviata, Dallapiccolas Il prigioniero und Brittens The Turn of the Screw am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, Alban Bergs Wozzeck an der Staatsoper im Schillertheater Berlin, Wolfgang Rihms Jakob Lenz an der Staatsoper Stuttgart und beim Festival in Aix-en-Provence, einen Doppelabend mit Béla Bartóks Herzog Blaubarts Burg und den Geistervariationen von Robert Schumann bei den Wiener Festwochen, Prokofjews Der Spieler, Puccinis Manon Lescaut und Verdis Macbeth an De Nationale Opera Amsterdam sowie Cherubinis Médée an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Zu ihren jüngsten Opernarbeiten zählen Faurés Pénélope an der Bayerischen Staatsoper (2025) sowie Madama Butterfly (2024) und Salome (2022) in Aix-en-Provence. Für ihr Schaffen wurde Andrea Breth mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, so dem Nestroy-Theaterpreis (2003, 2011, 2016, 2019), dem Berliner Theaterpreis (2006), dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (2009), dem Bundesverdienstkreuz (2015, 2019), dem deutschen Theaterpreis »Der Faust« (2015), dem Orden »Pour le Mérite« (2018) und dem Österreichischen Musiktheaterpreis (2022).