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 Kostümpodcast 

  • »MAASGEFERTIGT«

    In »MAASGEFERTIGT« spricht Kostümdirektor Markus Maas mit den Kostümbildner*innen verschiedener Schauspiel- und Opernproduktionen der Städtischen Bühnen Frankfurt über ihre Lieblingskleidungsstücke, die Arbeit hinter den Kulissen und was es eigentlich bedeutet Theaterkostüme zu kreieren.

    Neben der Arbeit der Kostümbildner*innen und der im Kostümwesen tätigen Menschen wird die jeweils aktuelle Produktion thematisiert und die Frage nach dem ultimativen Kostüm behandelt.

    Sie finden alle Folgen von »MAASGEFERTIGT« bei Spotify, Apple Podcasts und SoundCloud.

 Aktuelle Folgen

  • FOLGE 10

    Kostümbildnerin Marlen Duken und Beleuchtungsdesigner Joachim Klein sprechen mit Kostümdirektor Markus Maas über »Punch and Judy« an der Oper Frankfurt. Jetzt reinhören!
     

    Marlen Duken

    Marlen Duken, geboren 1994 in Leer (Ostfriesland), studierte Bühnengestaltung an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Bernhard Kleber und schloss mit Auszeichnung ab. Zuvor absolvierte sie ein Kostümdesign-Studium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg unter Reinhard von der Thannen und eine Ausbildung zur Maßschneiderin. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und ist Stipendiatin der Akademie Musiktheater Heute.
    Erste Erfahrungen sammelte sie z.B. bei Pique Dame unter der Regie von Hans Neuenfels bei den Salzburger Festspielen. Eigene Kostümbilder entwarf sie für Zwiegespräch am Burgtheater Wien (eingeladen zum Theatertreffen 2023), Elektra am Berliner Ensemble (nominiert für Kostümbild des Jahres in der Kritiker:innenumfrage der Theater heute 2021) und Medea auf Kampnagel (Regie: Rieke Süßkow). Für Die Puppe im Rahmen von Wien Modern gestaltete sie Bühnen- und Kostümbild in Zusammenarbeit mit dem sirene Operntheater (Regie: Kristine Tornquist). Als Teil des Kollektivs hallimasch komplex, dessen Arbeiten auf internationalen Festivals gezeigt werden, entwarf sie die Ausstattung der partizipativen Produktion mushed rooms (Schauspielhaus Wien).
    Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf einer naiv-verspielten Farb- und Formensprache, die durch Zuspitzung und Ästhetisierung das Wesen einer Figur oder eines Stoffes freilegt – eine Suche nach Wahrheit im Künstlichen.

    Joachim Klein

    Joachim Klein wurde am 21. August 1963 in Frankfurt am Main geboren und wuchs am Merianplatz auf, wo seine Eltern eine Metzgerei betrieben. Nach dem Abschluss der Mittleren Reife an der Bornheimer Realschule begann er 1980 eine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker bei der Siemens AG, die er 1984 erfolgreich abschloss.
    Im Anschluss an seinen Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz trat er 1985 als Betriebstechniker in die Alte Oper Frankfurt ein. Dort entdeckte er seine Leidenschaft für Lichttechnik und spezialisierte sich darauf: 1991 legte er die Prüfung zum Beleuchtungsmeister ab, 1993 folgte die Qualifikation zum Bühnenmeister. Praktische Erfahrungen sammelte er unter anderem als Beleuchter bei den Bayreuther Festspielen im Sommer 1994.
    Seit Februar 1994 ist Joachim Klein an den Städtischen Bühnen Frankfurt tätig, zunächst als Beleuchtungsmeister der Oper. In dieser Zeit entwickelte er seine ersten eigenen Lichtdesigns. 1999 erwarb er den Meistertitel für Veranstaltungstechnik und übernahm von September 1999 bis 2015 die Aufgabe des Ausbildungsbeauftragten für die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik, die er am Haus aufbaute und etablierte.
    Seit 2013 leitet er die Beleuchtungsabteilung der Oper Frankfurt und wirkt als Beleuchtungsdesigner an zahlreichen Produktionen mit. Darüber hinaus gastiert er seit vielen Jahren an Opernhäusern im In- und Ausland und erweitert durch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Teams kontinuierlich seine fachliche Erfahrung.

     

  • FOLGE 9

    Kostümbildner Josa Marx und Dramaturgin Katja Herlemann sprechen mit Kostümdirektor Markus Maas über »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« am Schauspiel . Jetzt reinhören!

    Josa Marx

    Josa Marx absolvierte zwischen 2005 und 2008 unter der Leitung von Elise Topell seine Ausbildung zum Damenmaßschneider, um anschließend als Praktikant bei Vivienne Westwood in London zu arbeiten. Es folgte das Studium des Kostümbildes an der Universität der Künste in Berlin. Seit 2004 ist er als freier Kostüm- und Bühnenbildner tätig, u. a. am Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Leipzig, Schauspielhaus Wien, Schauspiel Köln, Oper Flandern, Oper Freiburg, Staatsoper Hannover, Maxim-Gorki-Theater, Berlin, Berliner Ensemble, Nationaltheater Mannheim, Schauspiel Frankfurt, Opera National de Lorraine. 2020 erhielt er für sein Kostüm in der Produktion »Der Schmied von Gent« den Opera Award. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit den RegisseurInnen Ersan Mondtag, Charlotte Sprenger, Wilke Weermann und Christian Weise.

    Katja Herlemann

    Katja Herlemann ist Dramaturgin und Kuratorin. Sie begann ihre Laufbahn in der flämischen Performing Arts Szene und arbeitete an den Goethe-Instituten in München und Prag. Von 2013 bis 2016 verantwortete sie das internationale Festival Heidelberger Stückemarkt als Produktionsleiterin und künstlerische Mitarbeiterin. Von 2016 – 2019 war sie als Dramaturgin und Kuratorin der Sparte Gegenwartsdramatik am Schauspiel Leipzig engagiert. Sie war Dramaturgin bei »Süßer Vogel Jugend« (Regie Claudia Bauer), das 2020 zum Berliner Theatertreffen eingeladen war. Seit 2019 ist sie Dramaturgin am Schauspiel Frankfurt und setzt dort ihre Zusammenarbeit mit Claudia Bauer fort. Sie arbeitet außerdem mit Regisseur:innen wie Rieke Süßkow, Dor Aloni, Bonn Park und Christian Weise. 2022 war sie Ko-Leiterin der 11. Ausgabe des Festivals »Politik im Freien Theater«.

  • Folge 8

    Regisseurin Aileen Schneider spricht mit Kostümdirektor Markus Maas über »Melusine« an der Oper Frankfurt. Jetzt reinhören!


    Aileen Schneider
    Aileen Schneider absolvierte von 2012-2016 ein Studium der Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Im Zuge dessen nahm sie an Meisterkursen bei Willy Decker und Achim Freyer teil. 2015 inszenierte sie The Sound of a Voice von Philip Glass in der Opera Stabile der Staatsoper Hamburg, bevor sie 2016 erfolgreich mit einer Neuinszenierung von Viktor Ullmanns Der Kaiser von Atlantis ihr Studium abschloss. Von 2017-2020 war sie als Regieassistentin am Staatstheater Augsburg festangestellt. Dort realisierte sie u.a. 2021 In der Strafkolonie von Philip Glass. 2020 wechselte sie als Regieassistentin an die Oper Frankfurt. In der Spielzeit 2024/2025 hat sie dort Melusine von Aribert Reimann inszeniert.

    2022 erarbeitete sie am Pfalztheater Kaiserslautern den Doppelabend Il combattimento/Through his teeth (Monteverdi/Bedford) und 2023 erfolgte die Uraufführung des Musiktheaterstückes Ich/Ich/Ich am Landestheater Detmold, bei welchem sie neben der künstlerischen Leitung auch als Librettistin verantwortlich war.  Aileen Schneider hat seit 2024 einen Lehrauftrag für Szenisches Spiel an der Hochschule für Musik Würzburg inne. Sie ist zudem professionelle Spoken Word Poetin und Dramatikerin. 2022 gewann sie den Hessenmeistertitel im Poetry Slam. Bei der Frankfurter Buchmesse 2024 stand sie mit einem Spoken Word Soloprogramm auf der Literaturbühne von Arte. Sie moderiert den Dead vs. Alive Slam im Schauspiel Frankfurt sowie Lesungen u.a. für den Hessischen Literaturrat und das Textland Literaturfest.

  • Folge 6

    Kostümbildnerin Doey Lüthi und Choreografin Gal Fefferman sprechen mit Kostümdirektor Markus Maas über »Macbeth« an der Oper Frankfurt – mit special guest R.B. Schlather, Regisseur der Neuproduktion.

    Doey Lüthi, ist in der Schweiz geboren, als spätes viertes Kind, Mutter Amerikanerin, Vater Schweizer. Aufgewachsen in der Gemeinschaft der Ecole d’Humanité, einer internationalen Reformpädagogik Schule nach Paul Geheeb in den Bergen, geleitet von meinen Eltern (keine Noten, lernen mit ‘Kopf, Herz und Hand’). Ein großes Glück, Schule als etwas lebendiges, aufregendes erleben zu dürfen.

    Mit 17, Studium am Wellesley College in der Nähe von Boston. Krasser hätte der Unterschied zu dem Bergdorf in dem ich aufgewachsen bin nicht sein können. Honors Thesis zum Abschluss wobei ich eine begehbare Skulptur baute. Danach Praktikums im Malersaal Stuttgart (der damalige Chef gab mir am ersten Tag die Aufgabe ein ganz bestimmtes Rot anzumischen, um mir am Ende eines frustrierenden Tages zu sagen: diesen Farbton KANN man gar nicht anmischen…), Bühnenbildabteilung Deutsche Oper Berlin und Oper Köln (wo ich wenn der Nachtwächter weg war auch geschlafen habe, auf der Hinterbühne zwischen Bühnenteilen, weil ich keine Wohnung hatte). Bewerbung an der damaligen UdK Berlin die mir wegen 'fehlendem künstlerischen Talent' keinen Studienplatz gewährten. Mit derselben Mappe an der Tisch School for the Arts in New York mit Stipendium zum Masters Studium zugelassen worden. Umzug nach Berlin, viele Assistenzen, Geburt zweier Töchter, und immerfort weiter frei vorwiegend als Kostümbildnerin tätig.

    Gal Fefferman ist eine freischaffende Choreografin und Tänzerin, geboren 1991 in Israel. Seit 2011 lebt sie in Frankfurt am Main, wo sie, nach ihrer Ausbildung in der ‹Maslool School of Contemporary Dance› in Tel Aviv, einen BA in Tanz an der HFMDK absolvierte. Als Tänzerin/Performerin arbeitet sie seit kurzem mit dem Zaungäste Kollektiv im Mousonturm Frankfurt zusammen, sowie seit 2016 regelmäßig mit der Kompanie Dorfproduct in Studio NAXOS. Insbesondere das Interesse an Musik führte dazu, dass sie regelmäßig im Bereich Oper/Musiktheater engagiert ist, zunächst als Tänzerin in diversen Opern- und Operettenproduktionen, vor allem in der Oper Frankfurt und in den Produktionen von Claus Guth (zuletzt in SAMSON, beim Festival in Aix-en-Provence), sowie als Hospitantin, Inspizientin und Regie- und Choreografieassistentin. Ihre jüngsten Engagements als Choreografin hat sie in den Inszenierungen von "Der Traumgörge",  "Le nozze di Figaro",  “In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa” und "Die Zauberin" an der Oper Frankfurt. Ihr choreographisches Debüt für das Sprechtheater wird 2025 im Staatsschauspiel Dresden stattfinden. Ihr selbständiges choreografisches Filmprojekt HINENI, das 2021 im Studio NAXOS in Frankfurt uraufgeführt wurde, wurde zu mehreren Theaterfestivals eingeladen, darunter die Hessischen Theatertage 2021 und das MADE.Festival 2022. Seit 2021 kollaboriert sie mit Julia Blando, mit der sie zusammen mit Anno Bolender das Kollektiv gossips gegründete, welches bereits die Projekte ACHSCHAV, HUNGRY (im Rahmen des MADE.Festival 24 vorgestellt) und Superheroes gehen nicht auf’s Klo (weiterhin präsentiert in Hessischen Schulen im Rahmen von FLUX Netzwerk Gastspiele) zusammen realisierte. Die nächste gossips- Produktion ist derzeit für 2025 geplant und wird, in Kollaboration mit Tänzerin und Choreographin Allison Brown, performative Recherchen zum Thema intergenerationales Wissen zwischen Frauen im Tanz präsentieren.