Konzerte

 Happy New Ears 

John Cage hat seinem Publikum einmal »Happy New Ears«, »glückliche neue Ohren«, gewünscht und damit die Forderung nach einem aktiven Hörer ausgesprochen, ein Appell zum Mut am gemeinsamen, einzigartigen Erlebnis. 1993 haben das Ensemble Modern und die Oper Frankfurt die gleichnamige Abonnementreihe ins Leben gerufen. In vier Werkstattkonzerten einer Saison stellen die in der Regel persönlich anwesenden Komponisten Schlüsselwerke ihres Schaffens vor und geben im Gespräch Auskunft über den Entstehungsprozess, ästhetische Zusammenhänge, Kompositionstechniken und Aufführungspraxis.

Nach dem Portrait des griechischen Komponisten Georges Aperghis (*1945) ist der zweite Abend der Saison 2016/17 einer herausragenden Persönlichkeit gewidmet, die mit dem hessischen Musikleben und besonders mit dem Ensemble Modern und dessen Gründung 1980  eng verbunden ist: Aus Anlass des 80. Geburtstages ist Hans Zender ein Abend gewidmet. Auch für die Konzertreihe „Happy New Ears“ gab er den Anstoß. Das Ensemble Modern hat zahlreiche Werke von ihm uraufgeführt. Ein weiteres Porträt gilt der britischen Komponistin Rebecca Saunders (*1967).

Das letzte Werkstattkonzert der Reihe ist wiederum einem Komponisten gewidmet, dessen steiler Aufstieg zu großer Bekanntheit bereits in den 1920er Jahren stattfand, der aber, von den Nazis ins Exil in die USA vertrieben, nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa lange vernachlässigt wurde: Ernst Krenek (1900-1991). Aus Anlass der Neuinszenierung seiner drei Einakter an der Oper Frankfurt setzt sich auch das Ensemble Modern mit diesem Komponisten auseinander, der erst in den letzten Jahrzehnten wieder vermehrte Aufmerksamkeit erfährt.

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