Spielplan

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Xerxes

Georg Friedrich Händel (1685-1759)

Oper in drei Akten
Text nach einem Libretto von Silvio Stampiglia
Uraufführung am 15. April 1738, King`s Theatre Haymarket, London

Gekürzte Fassung

In italienischer Sprache mit deutschen  und englischen Übertiteln

Einführungen aktuell nur als Video (verfügbar auf YouTube)

Musikalische Leitung Roland Böer

Xerxes Cecelia Hall / Bianca Andrew (Juli 2021)
Arsamene Eric Jurenas
Romilda Kateryna Kasper
Atalanta Elizabeth Sutphen
Amastre Katharina Magiera
Ariodate Božidar Smiljanić
Elviro Thomas Faulkner

(…) Atalanta kleidet Elizabeth Sutphen in jenen virtuosen Koloraturenton, dessen Oberflächlichkeit dazu führt, dass sie als einzige keinen Mann abbekommt. Herrlich (nicht nur) die tiefen Töne Katharina Magieras, die scharf stechen können wie das Messer, mit dem die von Xerxes lange verschmähte Amastre oft herumfuchtelt. Kateryna Kasper lässt sich mit gelassener Würde als Romilda umwerben, von Arsamene, dem Counter Eric Jurenas ebenso wie vom Perserkönig selbst. Cecelia Hall singt ihn mit kalter Wut und wärmenden Gefühlen, eine geschmeidige, ausgeglichene Stimme. Roland Böer dirigiert das kleine Orchester. Viel Beifall. (…)

Andreas Bomba, Frankfurter Neue Presse

Mit Machtwillen, Missgunst und Eitelkeit ist der Tisch dieser besser betuchten Gesellschaft um den Perserkönig Xerxes gedeckt. Dabei treibt sie alle im Grunde nur das Eine: die Liebe. Xerxes hat seine Braut Amastre sitzen lassen und nun Romilda als neues Objekt der Begierde auserkoren. Sie ist aber die Geliebte seines Bruders Arsamene, den wiederum Romildas Schwester Atalanta begehrt.

Händel gelingt in einer seiner letzten Opern eine ungewöhnliche Gratwanderung, indem er das Werk zwischen Satire und Tragödie changieren lässt. Am Anfang steht eine seiner populärsten Kompositionen: das berühmte Larghetto »Ombra mai fu«, Xerxes’ Liebeserklärung an einen Baum.

Einem Kammerspiel gleich lässt das Team um Regisseur Tilmann Köhler die Irrungen und Wirrungen der Protagonisten ganz nah an das Publikum heranrücken – mit ansteckendem Spielwitz, Sensibilität für die Verletzlichkeit der Figuren und Lust am Absurden.