Spielplan

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Stéphanie d'Oustrac (Mezzosopran)
Pascal Jourdan (Klavier)

(…) Dies (…) war der bislang wohl berückendste Abend in dieser ohnehin hochkarätigen, in Frank­furt singulären Reihe. Die Mezzoso­pranistin nahm ihr französisch in­spiriertes Programm ernst, wollte mit der Musik auch sich selbst ih­rem Publikum mitteilen, charmant flankiert von kurzen Moderationen in deutscher Sprache, unterstützt von Pascal Jourdan, einem Pianis­ten mit üppig sich entfaltender Poesie in den Fingern, der dem Ge­sang vor allem die Piano- und Mezzavoce-Wunderkammer öffnete. Spannungsvoll, werkdienlich, in beeindruckender Seelenruhe.
(…) Weil Stépha­nie d’Oustrac über eine überaus an­genehme Stimme mit schönem, kraftvoll-dunklem Timbre verfügt, hörte man ihr einfach gerne zu und bewunderte, wie gewandt sie manch technische Klippe umschiff­te (…).
(...) Sie prunkte mit den Far­ben und der Ausgeglichenheit ihrer Stimme, die einfach dahinströmt, kultiviert in der Höhe, nirgendwo ordinär in der Tiefe, alle Vokale gleichwertig ins Legato einbin­dend. Zugaben von Reynaldo Hahn, Francis Poulenc und Manuel de Falla boten weitere Gelegenheit zu sympathischer Koketterie mit Wohlklang und gestalterischer In­telligenz, die keine Wünsche offen ließ. Viel Beifall!

Andreas Bomba, Frankfurter Neue Presse


(…) In der Höhe und der Tiefe, im großen Aufblühen und der Zurücknahme in einen Hauch von Klang will der Sängerin – die auch beim Liederabend eine wunderbare, sympathische Darstellerin ist – nichts misslingen. Ungemein beweglich und doch ein gewichtiger Kahn im Klaviermeer ist ihr dunkel grundierter Mezzo, der Operngröße und Kunstliedfeinsinn perfekt vereint. D’Oustrac (mit nicht beengendem, sondern vermutlich befreiendem Notenpult) und Jourdan sind ein sehr gutes Team, auch darin, wie sie Weichheit und gleichzeitige Präzision auf die Spitze treiben.
Das Programm und dazu die in Frankfurt nicht vorgetragenen Wesendonk-Lieder finden sich auf d’Oustracs und Jourdans soeben erschienener CD Sirènes (Harmonia Mundi). Es ist immer still bei den Liederabenden im Opernhaus, diesmal war es beinahe unheimlich. Man konnte zuschauen, wie d’Oustrac die Ruhe vor dem nächsten Lied froh zur Kenntnis nahm.

Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau

Mut und Enthusiasmus sind die zwei wesentlichen Ingredienzien, die es laut Stephanie d’Oustrac braucht, um sich immer wieder neu auf das Bühnenleben der unterschiedlichsten Figuren einzulassen. Ob Bizets Carmen, Mozarts Sesto, Berlioz’ Beatrice, Charpentiers Medee, Debussys Melisande oder Massenets Charlotte — die Französin mit dem strahlenden Lächeln legt ihre ganze Passion in ihren warmen Mezzosopran, um eine glaubhafte, einzigartige Verkörperung zu erreichen. An Bühnen wie der Pariser Opera National, der Mailänder Scala, dem Opernhaus Zürich, La Monnaie in Brüssel, dem Teatro Real in Madrid oder der Nationale Opera Amsterdam sowie bei den Festivals in Salzburg, Glyndebourne und Aix-en-Provence beeindruckt Stephanie d’Oustrac ebenso mit ihrer intensiven Darstellung. Von William Christie entdeckt und gefördert, verbindet sie auf dem Gebiet der Barockmusik eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Dirigenten und seinen Arts Florissants. Die Liebe zu ihrer Muttersprache und zur Poesie lebt sie im französischen Kunstlied aus. Dort fühlt Stephanie d’Oustrac sich wie eine Goldschmiedin, die an den Melodies von Debussy, Duparc oder Fauré so lange feilt, bis sie schimmern und glänzen. Seit beinahe zwanzig Jahren ist der Pianist Pascal Jourdan ihr Partner beim Ziselieren der musikalischen Juwelen. Für ihr Debüt an der Oper Frankfurt haben sie sicher ein paar Schätze aus ihrem gemeinsamen Album Invitation au voyage dabei.

Das detaillierte Programm des Liederabends finden Sie hier.

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