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Salome

Richard Strauss (1864-1949)

Drama in einem Aufzug
Text von Richard Strauss nach dem Drama Salome (1891) von Oscar Wilde
Uraufführung 9. Dezember 1905, Königliches Opernhaus, Dresden

Premiere vom 1. März 2020

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen aktuell nur als Video (verfügbar kurz vor der Wiederaufnahme hier und auf YouTube)

Musikalische Leitung Thomas Guggeis

Salome Ambur Braid
Jochanaan Nicholas Brownlee
Herodes AJ Glueckert
Herodias Katharina Magiera
Narraboth Gerard Schneider
Ein Page des Herodias Zanda Švēde
1. Jude Theo Lebow
2. Jude Michael McCown
3. Jude Jaeil Kim
4. Jude Michael Porter
5. Jude Alfred Reiter
1. Nazarener Thomas Faulkner
2. Nazarener Danylo Matviienko°
1. Soldat Sebastian Geyer
2. Soldat Pilgoo Kang°

°Mitglied des Opernstudios

Die Elementarkraft und Sinnlichkeit von Strauss’ erstem großen Opernerfolg rüttelten eine ganze Epoche auf. Oscar Wilde, dessen Drama den Komponisten faszinierte und zu radikalen stilistischen Neuerungen inspirierte, war nicht der erste, der sich des Salome-Sujets bedient hat. Doch bei Wilde zeigt sich der Mythos als Zusammenprall von Erotik und religiöser Askese mit einer außergewöhnlichen Zuspitzung und Brisanz. Unter dem Einfluss der Textvorlage reicherte Strauss seine Klangsprache in den Bereichen von Harmonik, Rhythmik und Instrumentation mit einer bis dahin nie gehörten Intensität an. Er verzichtete auf eine atmosphärische Illustration des Textes und konzentrierte sich auf den Konflikt zwischen Salome und Jochanaan. Salomes Wunsch nach dem Kopf des Propheten treibt das Drama voran. Um Rausch und Fanatismus, Macht und Tod geht es in Strauss’ hundertminütigem Einakter. In einer groß angelegten Steigerung prallen Welten, Lebensentwürfe und Vorstellungen von Liebe aufeinander.

Mit freundlicher Unterstützung