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Radamisto

Georg Friedrich Händel 1685-1759

Oper in zwei Teilen / Ua 1720
Text von Nicola Francesco Haym nach Domenico Lalli.

Premiere vom 3. April 2016 (Bockenheimer Depot)

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer.

Musikalische Leitung Simone Di Felice

Radamisto Dmitry Egorov
Zenobia Zanda Švēde
Polissena Jenny Carlstedt
Tiridate Kihwan Sim
Tigrane Kateryna Kasper
Fraarte Vince Yi
Farasmane Božidar Smiljanić
 

Eine Welt gerät aus den Fugen: Der grausamen Energie des Tyrannen Tiridate ist zunächst keiner gewachsen. Ausschlaggebend für seinen zerstörerischen Krieg ist die Liebe zu Zenobia, der Frau seines Schwagers Radamisto. Machtbesessenheit und Liebeswahn kulminieren in unkontrollierten Reaktionen, doch mit seiner Hybris überspannt Tiridate den Bogen. Händels Protagonisten sind gezwungen, sich zwischen Leben und Tod zu entscheiden. Die eigene Existenz, familiäre Verbindungen und das Leben der Geliebten werden Szene für Szene infrage gestellt. Radamisto ist ein hochkonzentriertes Kammerspiel, in dem die einzelnen Figuren wie in einem Spinnennetz miteinander verbunden sind. Händels erste Oper für die Royal Academy of Music London basiert auf den Annalen des Geschichtsschreibers Tacitus und greift Episoden aus der römischen Geschichte auf.