Spielplan

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Pretty Yende (Sopran)
Michele D’Elia (Klavier)

Pretty Yende sang in der Frank­furter Oper zur Begleitung von Michele D'Elia am Klavier Werke von Schumann, Donizetti, Tosti sowie Richard Strauss (…).
Der Abend erschloss sich von den Zugaben her, wie so oft der Platz für die Kür, für das Freiwillige und Wagemutige, getragen von schierer Freude am entspannten Gelingen. „Klänge der Heimat" aus der Fledermaus, „Una voce poco fa", die berühmte Cavatine aus dem Barbiere di Siviglia, das umwer­fend spritzige Lied „Art ist calling me" aus Victor Herberts Operette The Enchantress, dazu Kokettes und Gefühliges von Donizetti und Puccini machten schiere Lust und Laune. Pretty Yende verließ endlich den Platz hinterm Notenpult, kreis­te ums Klavier, trat an die Rampe und in Kontakt mit dem Publikum und ihrem Pianisten, dem fabelhaft: zuhörenden und aufmerksam se­kundierenden Michele D'Elia.
(…)
Ja, Sänger tun gut daran, ihre Stimme mit der subti­len, konzentrierten Lied­kunst zu pflegen und ihr Pu­blikum an der Vielfalt musi­kalischen Ausdrucks zu be­teiligen. Zumal man einer so schönen, gepflegten Stimme wie dem Sopran Pretty Yendes einfach gerne zuhört. Die fünf stürmisch geforderten und umstandslos bewilligten Zugaben sagen alles.

Andreas Bomba, Frankfurter Neue Presse



(…) Eine zierliche, lebhafte, wenngleich nicht quirlige Erscheinung bietet die 34-jährige, in Mailand wohnhafte Künstlerin, deren Sopran leicht und in der Dynamik höchst beweglich ist. Zierlich wäre auch eine Qualifizierung der Stimme, wenn damit nicht zu sehr Pittoreskes und Kleines verbunden sein könnte. Dennoch: die oft ganz druckfreie, fast beiläufige, aber genau ausgearbeitete Handhabung des Piano- und Pianissimobereichs schufen eine oft mädchenhaft anmutende Naivität. Freundlich – das ist zwar auch keine echte Stimmcharakterisierung, aber zur vokalen Atmosphäre Yendes passte das auch in der mimischen, publikumszugewandten Weise, mit der keine augenzwinkernde und augenrollende Ironie oder Melancholie einherging. (…)

Bernhard Uske, Frankfurter Rundschau


(…) Ein Abend der Superlative ging zu Ende, mit der Hoffnung im Herzen auf eine baldige Wiederbegegnung mit der vortrefflichen Sopranistin.

Gerhard Hoffmann, www.der-neue-merker.eu

Ihre Geschichte klingt wie ein Opernmärchen: Geboren in einer südafrikanischen Kleinstadt, hörte Pretty Yende mit 16 Jahren das berühmte Blumenduett aus Delibes Lakmé in einem Werbespot und war seitdem davon besessen, eines Tages selbst zu singen. Sie hatte Glück, gewann ein Stipendium für ein Studium in Kapstadt und eroberte in Rekordgeschwindigkeit die Bühnen dieser Welt. Als erste Künstlerin überhaupt gewann sie 2009 erste Preise in sämtlichen Kategorien des Belvedere-Gesangswettbewerbs in Wien; bei Plácido Domingos Operalia-Wettbewerb 2011 war sie ebenfalls Gewinnerin aller Kategorien. 2010 wurde sie in die Akademie der Mailänder Scala aufgenommen und gab ihr Debüt als Berenice (L’occasione fa il ladro). Mit ihrem sensationellen Debüt 2013 in einer anderen Rossini-Partie, als Comtesse Adèle (Le comte Ory) an der MET in New York gelang der internationale Durchbruch. Ihr klarer lyrischer Sopran klingt blitzsauber, strahlend in den Höhen und virtuos in den Koloraturen.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.