Spielplan

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Madama Butterfly

Giacomo Puccini 1858–1924

Japanische Tragödie in zwei Akten
Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Uraufführung 1904, Mailänder Scala

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln  

Einführungen aktuell nur als Video (verfügbar kurz vor der Premiere hier und auf YouTube)

Musikalische Leitung Antonella Manacorda

Cio-Cio-San, genannt Butterfly Heather Engebretson /Marjukka Tepponen
Suzuki Kelsey Lauritano / Zanda Švēde
Kate Pinkerton Karolina Makuła°
Leutnant B.F. Pinkerton Evan LeRoy Johnson
Konsul Sharpless Domen Križaj / Božidar Smiljanić
Goro, Heiratsvermittler Hans-Jürgen Lazar / Peter Marsh
Fürst Yamadori Michael McCown
Onkel Bonzo Alfred Reiter
Yakusidé Pilgoo Kang

°Mitglied des Opernstudios

Nach 20 Jahren kommt Puccinis »japanische Tragödie« in einer Neuinszenierung auf die Bühne der Oper Frankfurt. Bei seiner Uraufführung 1904 in Mailand war das Werk alles andere als ein Erfolg. Puccini zog die Partitur zurück. Erst die zweite Fassung, wenige Monate später in Brescia uraufgeführt, begründete den internationalen Siegeszug der Oper. Es folgten jedoch weitere Umarbeitungen.

Erzählt wird die Geschichte der Geisha Cio-cio-san, genannt Butterfly, aus Nagasaki. Der US-amerikanische Marineoffizier Pinkerton geht eine Verbindung mit ihr ein, die er selbst für eine unverbindliche Scheinehe hält, an die er sich nach seiner Abreise nicht mehr gebunden fühlt. Für Cio-cio-san jedoch ist es der Bund fürs Leben. Als Pinkerton nach Jahren zurückkehrt und Butterfly erkennen muss, dass er inzwischen eine andere Frau geheiratet hat, dass er ihr sogar das gemeinsame Kind wegnehmen will, setzt sie ihrem Leben ein Ende. Darin folgt sie dem Vorbild ihres Vaters, der den traditionellen japanischen Selbstmord Seppuku vollzogen hatte, um seine Ehre zu wahren.

Die Musik verarbeitet fernöstliche Einflüsse, die in Gegensatz zur Zeichnung Pinkertons als typischer Amerikaner steht. Ganztonleitern und fünftönige Harmonien sowie exotische Instrumente schaffen die Atmosphäre eines idealisierten Japans aus westlicher Sicht. Durchweg jedoch kommt Puccinis Sinn für das ausdrucksstarke Melos zu seinem Recht, vor allem bei der Titelfigur. Ihre großen Ausbrüche berühren zutiefst.

Mit freundlicher Unterstützung