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L'italiana in Londra

Domenico Cimarosa 1749–1801

Intermezzo in musica in zwei Akten
Text von Giuseppe Petrosellini
Uraufführung 1778, Teatro Valle, Rom

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen aktuell nur als Video

Musikalische Leitung Leo Hussain

Livia Angela Vallone
Madama Brillante Bianca Tognocchi
Sumers Theo Lebow
Milord Arespingh Iurii Samoilov
Don Polidoro Gordon Bintner

Humor, Dramatik, Wahnsinn, Erotik, Absurditäten und der Glaube an die magischen Kräfte eines Steins, der Menschen unsichtbar machen kann – das alles steckt in Domenico Cimarosas spritzigem Intermezzo L’italiana in Londra. Schon das Premierenpublikum im geschichtsträchtigen römischen Teatro Valle verfolgte 1778 begeistert die Ent- und Verwicklungen zwischen den internationalen Gästen, die da im Londoner Hotel von Madama Brillante aufeinander treffen. Ein Ort wie eine Gegenwelt zum realen Leben, im Zentrum ein Liebespaar: Livia, eine Tochter aus gutem genuesischem Hause, und Milord Arespingh, der von seinem Vater aus Jamaika zurückbeordert wurde, um eine englische Lady zu heiraten. 

Die Musik spiegelt in einer engen Verbindung mit dem Text nicht nur die einzelnen Charaktere, sondern auch das soziale Gefüge der Figuren wider. Neben innehaltenden Arien und fein ausgearbeiteten Duetten zeichnet sich das Werk vor allem durch ausgedehnte, handlungsreiche Ensembles aus. Auch mit dieser Aufwertung des Ensembles als musikalischer Form machte Cimarosa, der vor L’italiana in Londra hauptsächlich in Rom und Mailand gefeiert wurde, international auf sich aufmerksam. Goethe rühmte die »höchste ästhetische Herrlichkeit« seiner Musik und übersetzte zwei seiner Libretti, Haydn dirigierte am Fürstenhof der Esterházys in sieben Jahren 13 Cimarosa-Opern. Rossinis Siegeszug schließlich dämpfte den Erfolg des Komponistenkollegen. Umso spannender, Cimarosa in einer Lesart des New Yorkers R.B. Schlather wiederzuentdecken!

Mit freundlicher Unterstützung