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Król Roger

Karòl Szymanowski 1882–1937

Oper in drei Akten
Text von Jarosław Iwaszkiewicz und vom Komponisten
Uraufführung 1926, Teatr Wielki, Warschau

Premiere vom 2. Juni 2019

In polnischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen aktuell nur als Video (verfügbar kurz vor der Wiederaufnahme hier und auf YouTube)

Musikalische Leitung Sylvain Cambreling

König Roger Nicholas Brownlee
Roxana Jane Archibald
Der Hirte Gerard Schneider
Edrisi Samuel Levine
Der Erzbischof Alfred Reiter
Die Diakonissin Marvic Monreal°

°Mitglied des Opernstudios

Wie können die Kräfte von Chaos und Ordnung, Vernunft und Trieb zusammenwirken und kreativ gestaltet werden? Diese Fragen begleiteten das Leben und Werk des polnischen Komponisten Karol Szymanowski. Er gilt zwar als eine Schlüsselgestalt der Musik des 20. Jahrhunderts, dennoch werden seine Werke immer noch zu selten aufgeführt. In seiner einzigen Oper, Król Roger, nutzt Symanowski die Zeit der Herrschaft des Normannenkönigs Roger II. als Folie für die Gestaltung einer symbolistischen Handlung: Roger herrscht über unterschiedliche Kulturen. Seine Macht wird von einem unbekannten Hirten, einer Mischung aus Wanderprediger und Gottheit in einer Person infrage gestellt. Mit seinen Reden von einem jungen Gott verführt er erst das Volk und dann die Königin Roxana. Gegensätze, Widersprüche und Verzweiflung prägen den Weg des Königs. Eine dramatische Entwicklung im herkömmlichen Sinne gibt es erst in den letzten Minuten des Werkes, als Roger seine eigenen Abgründe erkennt und sich dem Tag und dem Leben zuwendet.

Die Musik von König Roger besticht durch überwältigende Momente, die ein faszinierendes Psychogramm der Hauptfigur zeichnen. Szymanowskis Oper ist eine Klangvision von einem suchenden Menschen, der zum Schluss durch Selbsterkenntnis mit sich eins wird.