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Inferno

Lucia Ronchetti *1963

Oper
Text von Lucia Ronchetti nach Dante Alighieri, mit einem Epilog von Tiziano Scarpa.
Auftragswerk der Oper und  des Schauspiel Frankfurt.

In deutscher und italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Bockenheimer Depot.

Musikalische Leitung Tito Ceccherini

Dante Sebastian Kuschmann
Dantes Innere Stimme Jan Jakub Monowid, Matthew Swensen, Frederic Mörth, Eric Ander
Francesca Karolina Makuła°
Ulisse Alexandre Kravets
Lucifero Alfred Reiter, Frederic Mörth, Matthew Swensen
Charon, Ugolino Gheradesca Frank Albrecht
Minos, Brunetto Latini Ralf Drexler
Filippo Argenti, Alessio Interminei Florian Mania
Calavcante de Calavcanti, Vanni Fucci Andreas Vögler
Pier Delle Vigne Anna Kubin

 °Mitglied im Opernstudio

Ein Mann am Nullpunkt. Sein Lebensweg hat ihn in die Irre geführt. Da beschließt er, das Jenseits aufzusuchen. Er geht durch die Hölle.

Als Dante Alighieri zu Beginn des 14. Jahrhunderts begann, sein Riesenwerk Die Göttliche Komödie niederzuschreiben, war er als Dichter, Politiker und Mensch gescheitert. Aus seiner Heimatstadt Florenz ins Exil vertrieben, erfand er sich neu, indem er sich selbst zum Protagonisten einer Reise durch Hölle, Fegefeuer und Paradies machte. Im ersten Teil, dem Inferno, entwickelt er sprachgewaltig Fantasien über die Qualen der Verdammten. Unter ihnen sind ehemalige Weggefährten, mit denen er alte Rechnungen offen hat, aber auch mythische Gestalten wie Francesca da Rimini oder Odysseus. Am Ende seines Höllentrips steht er vor Lucifer, dem gefallenen Engel. Bei Dante bleibt der Höllenfürst sprachlos. In ihrer Oper verleiht Lucia Ronchetti ihm eine Stimme; den Text dazu hat ihr der italienische Autor Tiziano Scarpa geschrieben.

Die Komponistin vereint in ihrem zweisprachig konzipierten Werk Sprech- und Gesangspartien. Der Schauspielrolle des Dante stellt sie ein Vokalquartett gegenüber, das für »Dantes innere Stimme« steht. In suggestiven Klanglandschaften lässt Lucia Ronchetti Dantes Schreckensvisionen lebendig werden und bedient sich dabei einer eigenwilligen Orchestrierung: Ein reines Blechblas-Ensemble und vier Paukisten werden am Ende, im Epilog, durch ein Streichquartett abgeöst. Für ihre Inszenierung nehmen die Regisseure Kay Voges und Marcus Lobbes Bezug auf den 1911 entstandenen, italienischen Stummfilm Inferno, den sie, kontrastierend mit eigenen Filmsequenzen, in die Inszenierung einbeziehen. Dabei wird klar: Die Hölle ist verdammt diesseitig!

Koproduktion mit

Mit freundlicher Unterstützung

Kompositionsauftrag finanziert durch