Spielplan

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Eugen Onegin

Peter I. Tschaikowski (1840-1893)

Lyrische Szenen in drei Akten und sieben Bildern
Text vom Komponisten und Konstantin S. Schilowski nach dem gleichnamigen Roman in Versen (1830) von Alexander S. Puschkin
Uraufführung am 29. März 1879, Maly-Theater, Moskau

Premiere vom 20. November 2016

In russischer Sprache mit deutschen  und englischen Übertiteln

Einführungen aktuell nur als Video (verfügbar kurz vor der Wiederaufnahme hier und auf YouTube)

Die Vorstellung am 28. Mai findet mit Audiodeskription, gefördert durch die Speyer’sche Hochschulstiftung statt.

Musikalische Leitung Sebastian Weigle / Finnegan Downie Dear (11., 13.6.)

Tatjana Penny Sofroniadou
Larina Barbara Zechmeister
Olga Judita Nagyová
Filijewna Elena Zilio
Eugen Onegin Domen Križaj
Lenski Gerard Schneider / Jonathan Abernethy
Fürst Gremin Kihwan Sim
Saretzki Barnaby Rea
Triquet Matthew Swensen

Frühling 1877. Peter I. Tschaikowski hatte bereits erfolglos vier Opern auf die Bühne gebracht, als ihm eine Bekannte von Puschkins Versroman Eugen Onegin erzählte. Nach einer schlaflosen Nacht skizzierte der Komponist am nächsten Morgen das Wesentliche aus dem Kopf: »Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt, der mich wirklich berührt«, schrieb Tschaikowski und dachte an eine Oper ohne Morde, Gift, Dolch und Intrige, die er im Untertitel als »Lyrische Szenen« bezeichnete. Ihm gelang ein berührendes Meisterwerk, das Einsamkeit und die Zerrissenheit menschlicher Gefühle schildert. Tatjana sehnt sich in der russischen Provinz nach einer romantischen Liebe, von der sie bislang nur in Büchern gelesen hat, und glaubt mit Eugen Onegin den idealen Partner gefunden zu haben. Doch dieser weist sie brüsk zurück. Erst Jahre später, Tatjana ist mittlerweile mit Fürst Gremin verheiratet, wird ihm bewusst, dass er damals einen Fehler begangen hat. Dorothea Kirschbaum realisierte das Inszenierungskonzept von Jim Lucassen, welches die russische Gesellschaft in postsowjetischer Zeit verortet und sich einfühlsam auf das Seelenleben der Protagonisten konzentriert.