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Die Meistersinger von Nürnberg

Richard Wagner 1813–1883

Oper in drei Aufzügen
Text vom Komponisten
Uraufführung 1868, Nationaltheater, München

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Premiere als Video

Im Rahmen dieser Neuinszenierung findet am 30. Oktober um 11 Uhr im Holzfoyer die 2. Kammermusik statt.

Musikalische Leitung Sebastian Weigle / Takeshi Moriuchi (9.12.)

Hans Sachs Nicholas Brownlee
Veit Pogner Andreas Bauer Kanabas
Sixtus Beckmesser Michael Nagy
Fritz Kothner Thomas Faulkner
Eva Magdalena Hinterdobler
Magdalene Claudia Mahnke
Walther von Stolzing AJ Glueckert
David Michael Porter
Ein Nachtwächter Franz Mayer

Am Johannistag findet der Wettbewerb statt. Alle wissen genau, wie man richtig singt. Alle wissen es besser.

Ein Satyrspiel sollten Die Meistersinger werden. Doch aus der Komödie »von leichter Hand« entwickelte sich eine Partitur, die zu den längsten und vielschichtigsten der Opernliteratur zählt und immer wieder für heftige Diskussionen sorgt. Im Gegensatz zu den Vorlagen, die von einem aristokratischen Weltbild ausgingen, komponierte Wagner mit den Meistersingern eine bürgerliche Oper und Parodie der mittelalterlichen Minnesänger.

Um die Mittsommerwende, im alljährlichen Sängerwettbewerb, bietet der Goldschmied Veit Pogner die Hand seiner Tochter Eva als Preis an. Der Schuster Hans Sachs, der Stadtschreiber Sixtus Beckmesser und ein frecher Newcomer, der adlige Walther von Stolzing, ringen um sie. Jeder tut es mit eigenen Mitteln: Walther muss einige Hürden bewältigen, bis er Eva heiraten kann und im Kreis der Meister aufgenommen wird. Zwischen Sachs und Beckmesser geht es nur scheinbar darum, wer die Braut heiraten darf. Hier prallen zwei grundverschiedene Lebensmuster aufeinander. Doch die beiden ergänzen sich in ihren unterschiedlichen Ansichten. Sie sind untrennbar: Der eine kann nicht ohne den anderen.

Die Entstehung der Meistersinger führt durch zwei Jahrzehnte, quer durch Europa. In Böhmen verfasste Wagner die ersten Entwürfe, in Wien kam es zu den Prosaentwürfen und in einem Pariser Hotelzimmer formte er seine Figuren weiter. Wagners deutsche Meister sind also – zum Teil – im Ausland geboren. Ein Zusammenspiel von Komik und Tragik schwebte dem Komponisten dabei vor. Doch in der verträumten Sommernacht wird das Spiel plötzlich vom Wahn beherrscht und endet in einer sinnlosen Massenprügelei.

Ein »merkwürd’ger« Johannistag.