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Die lustige Witwe

Franz Lehár 1878-1948

Operette in drei Akten
Text Victor Léon und Leo Stein nach Henri Meilhac
Uraufführung 1905, Theater an der Wien, Wien

Premiere vom 13. Mai 2018

Mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen aktuell nur als Video (verfügbar kurz vor der Wiederaufnahme hier und auf YouTube)
 

Musikalische Leitung Sebastian Weigle / Takeshi Moriuchi

Graf Danilo Danilowitsch Johannes Martin Kränzle / Iurii Samoilov
Hanna Glawari Annette Dasch / Juanita Lascarro
Baron Mirko Zeta Barnaby Rea
Valencienne Florina Ilie
Camille de Rosillon Michael Porter
Vicomte de Cascada Theo Lebow
 

Der Welterfolg der Lustigen Witwe kam für ihren Schöpfer Franz Lehár bei der Uraufführung durchaus überraschend. Schon 1905 hatte man die Operette, diese 50 Jahre zuvor in Paris entstandene Spielart des Musiktheaters, zum ersten Mal totgesagt. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Einfach unwiderstehlich ist die Mischung aus hinreißender Musik, witzigen Dialogen, ernstzunehmenden Emotionen und allen möglichen Tanzformen, von vertanzten Marschrhythmen über Mazurka und Walzer bis zum Cakewalk. Die Gefühlslagen der Figuren drücken sich am ehesten im Körperlichen unverstellt aus, gipfelnd im Walzer »Lippen schweigen«. Im Zentrum stehen zwei Menschen, die vor Jahren ein Paar waren, aber aus Standesrücksichten nicht heiraten durften: die Pächterstochter Hanna und Graf Danilo. Eitelkeiten, alte Verletzungen und die Brüche in der jeweiligen Biographie verhindern zunächst, dass die beiden bei ihrer erneuten Begegnung zusammenkommen – bis sie sich dann doch finden. Claus Guth lässt die turbulente Handlung als Spiel im Spiel am Filmset doppelbödig schillern. Der Tanz kommt dabei ebenso zu seinem Recht wie die Partitur Lehárs, in der eine Glanznummer auf die nächste folgt.