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»Die Fledermaus« im Stream

Johann Strauß 1825–1899

Komische Operette in drei Akten
Text von Richard Genée nach der Komödie Le Réveillon (1872) von Henri Meilhac und Ludovic Halévy in der deutschen Bearbeitung von Karl Haffner
Uraufführung am 5. April 1874, Theater an der Wien
Bearbeitung in zwei Teilen von Christof Loy

Der Stream ist ab Donnerstag, 31. Dezember, 19.30 Uhr (MEZ) ÜBER DIESEN LINK auf unserer Webseite zu sehen und bis 31. Januar verfügbar. Den Trailer zur Produktion finden Sie hier.

Gabriel von Eisenstein hat seinem Freund Dr. Falke übel mitgespielt: Nach einer durchzechten Nacht hat er ihn im Kostüm einer Fledermaus im Alkoholrausch auf einer Parkbank liegen lassen und ihn so zum Gespött der Nachbarn gemacht. Seither sinnt Dr. Falke auf Rache. Eine günstige Gelegenheit bietet sich ihm auf dem Ball des Prinzen Orlofsky. Am Ende aber treffen wir uns alle im Gefängnis wieder.

Christof Loys Frankfurter Inszenierung der Operette  Die Fledermaus von Johann Strauß aus der Spielzeit 2010/11 ist ab Donnerstag, 31. Dezember 2020, um 19.30 Uhr bis einschließlich 31. Januar 2021 im Stream ÜBER DIESEN LINK auf unserer Website zu sehen.

Diese Fledermaus ist anders. Sie klingt anders – und enthält doch dieselbe Musik. Sie erzählt die Geschichte anders – die sich dadurch als nur vermeintlich bekannt erweist. Sie zeigt Menschen, die um ihre Entfaltung, ihre Würde, ihre Lebensfreude kämpfen – und ist gerade deshalb von großer Komik erfüllt. »Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist«, das ist nicht nur das Motto des Balls beim Prinzen Orlofsky, es scheint auch die Devise seiner Aufführungsgeschichte zu sein. Christof Loy misstraut der angeblich seit Theatergedenken »funktionierenden« Verkleidungs- und Verwechslungsdramaturgie und hat für seine Fassung den Verwicklungen der Handlung nachgespürt: Wie geht sie eigentlich vor, diese »Rache der Fledermaus«, was hat Dr. Falke geplant, um es Eisenstein heimzuzahlen, dass der ihn im Fledermauskostüm der Lächerlichkeit preisgegeben hat? Mit raffinierten Rückblenden und sorgsamer Dialogregie kommt diese Inszenierung der Intrige auf die Spur. »Loy hat tief in die Musik hineingehört und aus ihr jenen nostalgischen Schwebezustand rausgekitzelt, der so typisch ist für die österreichische Mentalität des ›Sowohl als auch und des Weder noch‹«, resümierte die »Opernwelt« (Uwe Schweikert). Diese Fledermaus ist mehr Fledermaus als die meisten anderen.

Unsere Streams sind kostenfrei. Wenn Sie uns mit einer Spende unterstützen möchten, finden Sie hier weitere Informationen.