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La gazza ladra

Die diebische Elster

Gioachino Rossini 1792–1868

Melodramma in zwei Akten
Text von Giovanni Gherardini
nach Théodore Baudouin d’Aubigny und Louis-Charles Caigniez

Premiere vom 20. März 2014

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen als Video und live eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

Musikalische Leitung Karsten Januschke / Simone Di Felice (1.5.)

Ninetta Florina Ilie
Fernando Villabella Božidar Smiljanić
Fabrizio Vingradito Dietrich Volle
Lucia Marvic Monrea
Giannetto  Francisco Brito
Gottardo Kihwan Sim
Isacco Carlos Andrés Cárdenas°
Pippo Karolina Makuła / Cecelia Hall (22.4. musikalisch, Caterina Panti Liberovici 22.4. szenisch)
Antonio Michael McCown
Giorgio Benjamin Hee
Ernesto Thomas Charrois / Olivier Brunel (22.4.)
Amtsrichter Agostino Subacchi

°Mitglied des Opernstudios

(… ) Die fabelhafte Aufbereitung dieser exzellenten Regieleistung bietet unverändert großes Vergnügen. Musikalisch wird die Premierenbesetzung in der aktuellen Wiederaufnahme durchweg übertroffen. Das Publikum bleibt über die gesamte Dauer von dreieinhalb Stunden (inklusive einer Pause) am Ball, belohnt die vielen Bravourstücke mit Szenenapplaus und feiert am Ende alle Beteiligten.

Michael Demel, www.deropernfreund.de

Die Hinrichtung wird abgebrochen: Eine Elster war an allem schuld. Zwei Pariser Boulevardstück-Autoren, d’Aubigny und Caigniez verarbeiteten 1815 die wahre Geschichte eines Dienstmädchens, das schuldlos zum Tode verurteilt worden war, zu einem Melodram. Als Rossini zwei Jahre später nach einem geeigneten Opernstoff suchte, entschied er sich für die Bearbeitung der Diebischen Elster – allerdings mit Happy End. Seine Heldin und Justizopfer heißt Ninetta. Ein abgewiesener Verehrer klagt sie an, silbernes Besteck gestohlen zu haben, um damit ihrem desertierten Vater zu helfen. Erst in letzter Minute wird der wahre Dieb, eine Elster entdeckt. Um diesen Zufall kreist die Handlung und sorgt im Bauernmilieu für fatale Verstrickungen. Rossinis Musik balanciert zwischen Pathos und einem Feuerwerk von Koloraturen. Er behält in den ersten Szenen die düstere Grundstimmung der Vorlage, ohne auf die komischen Szenen und einen glücklichen Ausgang zu verzichten. Die Partitur des 25-jährigen Komponisten weist auch in der Kunst der musikalischen Charakterisierung weit über ihre Entstehungszeit hinaus. Seine Musik lässt die Figuren der skurrilen Handlung zwischen Tragik und Komik changieren. Nur der Vogel bleibt stumm, denn sein Gekrächze blieb unvertont.