Spielplan

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La gazza ladra

Die diebische Elster

Gioachino Rossini 1792-1868

Melodramma in zwei Akten
Text von Giovanni Gherardini
nach Théodore Baudouin d’Aubigny und Louis-Charles Caigniez

Premiere vom 20. März 2014

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen aktuell nur als Video (verfügbar kurz vor der Wiederaufnahme hier und auf YouTube)

Musikalische Leitung Karsten Januschke

Ninetta Florina Ilie
Fernando Villabella Božidar Smiljanić
Fabrizio Vingradito Dietrich Volle
Lucia Marvic Monrea
Giannetto  Francisco Brito
Gottardo Kihwan Sim
Pippo Karolina Makuła
Antonio Michael McCown

°Mitglied des Opernstudios

Die Hinrichtung wird abgebrochen: Eine Elster war an allem schuld. Zwei Pariser Boulevardstück-Autoren, d’Aubigny und Caigniez verarbeiteten 1815 die wahre Geschichte eines Dienstmädchens, das schuldlos zum Tode verurteilt worden war, zu einem Melodram. Als Rossini zwei Jahre später nach einem geeigneten Opernstoff suchte, entschied er sich für die Bearbeitung der Diebischen Elster - allerdings mit Happy End. Seine Heldin und Justizopfer heißt Ninetta. Ein abgewiesener Verehrer klagt sie an, silbernes Besteck gestohlen zu haben, um damit ihrem desertierten Vater zu helfen. Erst in letzter Minute wird der wahre Dieb, eine Elster entdeckt. Um diesen Zufall kreist die Handlung und sorgt im Bauernmilieu für fatale Verstrickungen. Rossinis Musik balanciert zwischen Pathos und einem Feuerwerk von Koloraturen. Er behält in den ersten Szenen die düstere Grundstimmung der Vorlage, ohne auf die komischen Szenen und einen glücklichen Ausgang zu verzichten. Die Partitur des 25-jährigen Komponisten weist auch in der Kunst der musikalischen Charakterisierung weit über ihre Entstehungszeit hinaus. Seine Musik lässt die Figuren der skurrilen Handlung zwischen Tragik und Komik changieren. Nur der Vogel bleibt stumm, denn sein Gekrächze blieb unvertont.