Spielplan

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Carmen

Georges Bizet (1838-1875)

Opéra comique in drei Akten
Text von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée (1845).
Nach der kritischen Ausgabe von Michael Rot für die Frankfurter Produktion, eingerichtet von Constantinos Carydis. Gesprochene Texte nach Henri Meilhac, Ludovic Halévy und Prosper Mérimée, eingerichtet von Barrie Kosky.

Premiere vom 5. Juni 2016

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer.

Musikalische Leitung Benjamin Reiners / Giedrė Šlekytė

Carmen Zanda Švēde
Don José Evan LeRoy Johnson
Micaëla Nombulelo Yende° / Angela Vallone
Escamillo Kihwan Sim
Moralès / Dancaïro Liviu Holender / Mikołaj Trąbka
Remendado Jonathan Abernethy / Brian Michael Moore
Frasquita Kateryna Kasper
Mercédès Marvic Monreal°
Zuniga Thomas Faulkner / Božidar Smiljanić

° Mitglied des Opernstudios

Eine Frau, die einen Soldaten fahnenflüchtig werden lässt, zu einer Bande von Schmugglern gehört, in Kneipen tanzt und singt, selbst frei über ihr Schicksal bestimmt und schließlich auf offener Bühne von ihrem ehemaligen Liebhaber erstochen wird – wer ist Carmen? Schon längst ist diese Operngestalt zum Mythos geworden. Das macht es so schwierig, zu ihrem Kern vorzudringen.

Barrie Koskys Kult-Inszenierung von 2016 gelingt dies, indem er auf die ursprüngliche, auch von Offenbachs Operetten inspirierte Form des 1875 an der Pariser Opéra-Comique uraufgeführten Werks zurückgeht. Dabei werden die gesprochenen Dialoge durch zugespielte Zitate aus der literarischen Vorlage von Prosper Mérimée ersetzt. Durch seine sehr eigene Sicht auf das viel gespielte Stück lässt uns der Regisseur eine ganz neue Carmen entdecken.