Spielplan

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9. Museumskonzert

Jean Sibelius (1865–1957)
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op.47

Anton Bruckner (1824–1896)
Sinfonie Nr. 1 c-Moll (Linzer Fassung)

Augustin Hadelich Violine
Sebastian Weigle Dirigent
 

Tickets für das Konzert am 30. Mai
 

Romantik aus Helsinki und Linz

Rechnet man alle Fassungen der Sinfonien Bruckners zusammen, so hat er nicht neun, sondern mindestens doppelt so viele Sinfonien geschrieben. Auch die Erste führt ein Doppelleben: als Linzer und als Wiener Fassung. Wir ziehen wie viele Brucknerfreunde die frühe und insgesamt lebhaftere Linzer Fassung vor, von Bruckner als ein »keckes Beserl« bezeichnet – womit er keinen Besen, sondern ein »Maderl« meinte. Die erste Fassung von Sibelius‘ Violinkonzert ist dagegen aus dem Repertoire verschwunden. Sibelius arbeitete sie nach dem Misserfolg der Uraufführung um. Eine gute Entscheidung, denn dies verhalf dem Werk in seiner Endfassung zu einem Welterfolg und machte es zu einem der wichtigsten Violinkonzerte des 20. Jahrhunderts.