Spielplan

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8. Museumskonzert

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op.19

Dimitri Schostakowitsch (1906–1975)
Sinfonie Nr. 10 c-Moll op.93
 

Francesco Piemontesi Klavier
Constantinos Carydis Dirigent
 

Aufbruch in neue Zeiten

Die zehnte Sinfonie von Dmitrij Schostakowitsch, 1953 kurz nach Stalins Tod uraufgeführt, gibt noch immer Rätsel auf. Als persönliche Auseinandersetzung, als Abrechnung mit dem Diktator wird sie gedeutet – zumal die Musik Zitate aus Mussorgskys Oper Boris Godunow enthält, der gleichfalls als brutaler Usurpator in die Geschichte eingegangen ist. In jedem Falle markiert die Zehnte das Ende einer dunklen Zeit, in der der Komponist zum Schweigen verurteilt gewesen war, und den Aufbruch in eine kreative Schaffensphase. Auch Beethovens 2. Klavierkonzert ist mit einer neuen Lebensphase verbunden, in der der Wiener Neuling sich als unabhängiger Künstler zu behaupten versuchte. Auch wenn noch viel Mozart in dem Werk steckt, ist der humorige und gegen den Strich bürstende Stil Beethovens bereits unverkennbar.