Spielplan

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10. Museumskonzert

Antonín Dvořák (1841–1904)
Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op.104

Alexander Skrjabin (1871–1915)
Sinfonie Nr. 2 c-Moll op.29

Kian Soltani Violoncello
Giedre Slekyte Dirigentin

Lasst mich allein mit meinen Träumen

Immer wieder haben Künstler verschlüsselte Botschaften in ihren Werken versteckt. Das Zitat aus seinem Traumlied hat Dvořák in den 2. Satz und den 3. Satz seines Cellokonzerts hineingewoben. Es war das Lieblingslied von Josefina Kounicová, seiner Jugendliebe, die während seiner Arbeit an dem Konzert schwer erkrankte und kurz darauf verstarb. Und so gelang Dvořák eines der schönsten Cellokonzerte der gesamten Literatur überhaupt. Kaum zu glauben, dass Skrjabins zweite Sinfonie nur wenige Jahre später entstand, spricht sie doch eine viel »modernere« Tonsprache als der Romantiker Dvořák. Das Werk polarisierte, doch Skrjabins erster Biograf Juri Engel sah darin den »Aufbruch zu etwas Neuem, das Streben, die Ketten des Bestehenden zu zerreißen«.